Verbraucherzentrale Sachsen vermutet hinter Massenpost aus Bremen wieder nur Kaffeefahrt
"Edelmut tut selten gut". Da hat der Volksmund wieder einmal Recht, wenn die Sprache auf die Firma Dr. Schneider & König FINANZDIENSTLEISTUNGEN aus Bremen kommt.
Besonders im ostsächsischen Raum erhalten jetzt sehr viele Haushalte Gewinner-Post von dieser Firma, die großzügig, wie es heißt, alle Geschädigten anschreibt, die angeblich von einem Unternehmen namens "Phillips Lotto Service" Gewinne versprochen, aber nicht erhalten hätten.
Immerhin gehe es um fast 947 Euro pro Gewinner, die Dr. Schneider & König erkämpft hätten und den Sachsen nun edelmütig weiterreichen wolle.
Und wo ist der Haken?
Erstens soll der Gewinn die Sachsen angeblich massenhaft glücklich machen, und er muss persönlich abgeholt werden. Dabei drängt man auf Zeit, denn das sei letztmalig nur am 22. Oktober in der Filiale von Dr. Schneider & König im Großraum Dresden möglich.
Außerdem lockt man zweitens mit einem "wunderschönen Rahmenprogramm, einem kostenlosen Mittagsmenü und einer Zusatzprämie aus den Lagerbestandsauflösungen". Und drittens schließlich sollen auf der Antwortkarte neben den Adressdaten noch höchstpersönliche Angaben wie Telefonnummer und Geburtsdatum vermerkt werden.
"Das klingt auch hier wieder sehr nach einer Werbeverkaufsveranstaltung", vermutet Renate Janeczek von der Verbraucherzentrale Sachsen. "Leider sind derartig vollmundige Versprechen in der Vergangenheit höchst selten eingehalten worden, wie uns Teilnehmer an solchen Veranstaltungen immer wieder berichtet haben." Und wer allzu freizügig mit seinen persönlichen Daten umgeht, wird in Zukunft sicher noch häufiger ungefragt Werbepost im Briefkasten haben.
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