Als Sicherheit stellen Sie der kreditgebenden Bank eine Grundschuld zur Verfügung. Die Rückzahlung erfolgt in monatlich gleichbleibenden Raten - auch Annuität genannt - mit einer anfänglichen jährlichen Tilgung von etwa 1 Prozent bis 3 Prozent des Kreditbetrags. Die aus Zinsen und Tilgung bestehende Rate bleibt immer gleich hoch, während der Kreditbetrag zunächst langsam, dann immer schneller abnimmt. Dadurch erhöht sich im Laufe der Zeit innerhalb der Monatsrate der Tilgungsanteil, während sich der Zinsanteil entsprechend reduziert.
Je höher Ihre anfängliche Tilgung ist, desto schneller haben Sie Ihr Darlehen zurückgezahlt. Bei einer Anfangstilgung von 1 Prozent der Darlehenssumme kann die gesamte Rückzahlungsdauer mehr als 30 Jahre betragen, bei 3 Prozent anfänglicher Tilgung sind es nicht einmal mehr 20 Jahre. Der Darlehensvertrag zwischen Ihnen und der Bank läuft allerdings nicht bis zur Tilgung der letzten Restschuld, sondern nur bis zum Ende der so genannten Zinsfestschreibungsfrist. Innerhalb dieses Zeitraums darf die Bank die Zinskonditionen nicht verändern, und Sie können Ihre Raten sicher und bequem im Voraus kalkulieren.
Wichtig: Achten Sie beim Hypothekendarlehen weniger auf den den Sollzins (vormals Nominalzins) als vielmehr auf den Effektivzins. In diesen sind Faktoren eingerechnet, die trotz gleichbleibendem Sollzins das Darlehen verteuern können. Dazu zählt beispielsweise ein Zinseinbehalt bei der Auszahlung (Disagio), Darlehensgebühren oder eine nicht sofortige Verrechnung der Tilgungsanteile.
Vorteile des Hypothekendarlehens:
- Zinsersparnis durch sofortigen Tilgungsbeginn
- Sicher kalkulierbarer Tilgungsplan
- Transparente Konditionen.
Nachteile des Hypothekendarlehens:
- Feste Bindung an den Tilgungsplan während der Zinsbindungsfrist
- Zuweilen verlangen Banken Mindestkreditsummen von 50.000 Euro oder erheben Zinsaufschläge bei kleineren Darlehenssummen.

