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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

13.01.2010
Preisspirale dreht sich auch 2010

Trotz großer regionaler Unterschiede – Energiepreise steigen

Auch im neuen Jahr 2010 bleiben die Verbraucher nicht von der Preisspirale auf dem Energiemarkt verschont. Das Verbraucherportal für Energie und Telekommunikation, Verivox, hat ermittelt, dass die Stromanbieter ihre Preise um durchschnittlich 0,8 Prozent und die Gasanbieter ihre Preise um 0,1 Prozent erhöhen.

Das hört sich nicht nach viel an, aber es gibt regional sehr große Unterschiede. Beim Strom haben bundesweit über 140 Stromanbieter Steigerungen um etwa fünf Prozent angekündigt, was für Haushalte mit 3000 kWh Jahresverbrauch immerhin 35 Euro Mehrkosten bedeutet. Gleichzeitig senken einige Grundversorger ihre Strompreise um durchschnittlich drei Prozent, was einem 3000-kWh-Haushalt ca. 25 Euro Ersparnis bringt.

Ähnlich ist die Situation auf dem Gasmarkt. Knapp 80 Versorger erhöhen ihre Gaspreise bis zu sechs Prozent, rund 60 Gasversorger senken ihre Preise um bis zu fünfeinhalb Prozent.

"Allein in Sachsen heben 30 Stromversorger ihre Preise um fünf bis sechs Prozent an", sagt Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen. "Dies geschieht im Wesentlichen in der Grundversorgung und bei einigen auch in einem lokalen Angebot. Spitzenreiter sind dabei die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda mit über 14 Prozent in der Grundversorgung und über 30 Prozent in einem lokalen Angebot."

Bei den Gasversorgern stellt sich die Situation etwas anders dar. In Sachsen änderten zum Jahresbeginn sieben Versorger ihre Preise hauptsächlich in der Grundversorgung und teilweise in lokalen Angeboten. Bei den Erhöhungen sind die Stadtwerke Eilenburg (7,4 Prozent in der Grundversorgung und 7,7 Prozent im lokalen Angebot) und die Gasversorgung Delitzsch in der Grundversorgung mit 9,5 Prozent Spitzenreiter.

"Die von den Erhöhungen betroffenen Verbraucher sollten genau prüfen, ob es für sie günstigere Preismodelle gibt", rät Pause, "oder ob sie lieber doch einen Versorgerwechsel in Betracht ziehen sollten. Denn die Grundversorgung ist nach wie vor das teuerste Preismodell. In der Regel sind derartige Verträge mit der Frist von einem Monat zum Monatsende kündbar."

Wo günstige Versorger zu finden sind, kann man im Internet z.B. in Suchmaschinen für Gas- und Stromanbieter erfahren. Ratsuchende, die keinen Internetzugang haben oder Hilfe benötigen, können sich gern in einer der 13 Beratungseinrichtungen der Verbraucherzentrale Sachsen unterstützen lassen. Termine können von Montag bis Freitag von 9 - 16 Uhr unter 0180-5-797777 vereinbart werden (Festnetzpreis 14 Cent/Min.; andere Mobilfunkpreise möglich, ab 1. März 2010 Mobilfunkpreis maximal 42 Cent/Min.).

Darüber hinaus sollten die Verbraucher generell ihren Stromverbrauch checken, denn jede nicht verbrauchte Kilowattstunde ist bares Geld.

Tipps, wie man seinen Stromverbrauch senken kann, erhält man ebenfalls bei der Verbraucherzentrale Sachsen. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-0410310 sind dienstags, mittwochs und donnerstags von 9-18 Uhr Energieexperten zu erreichen.
Ratsuchende haben außerdem die Möglichkeit, eine persönliche Energieberatung an einem von 45 sachsenweit angebotenen Standorten in Anspruch zu nehmen. Die vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Beratung kostet den symbolischen Betrag von fünf Euro. Die jeweiligen Energieberatungsstützpunkte sind zu finden unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link662681A.html