Temperaturanstieg gefährdet die Qualität des Hopfens in Anbaugebieten
Gerade jetzt zur Karnevalszeit ist es wieder sehr begehrt: Bier. Die Nachfrage zum Höhepunkt der fünften Jahreszeit ist enorm. Allerdings kann es sein, dass der Klimawandel in Zukunft auch das gute, in Sachsen sehr beliebte Pils schlechter machen wird. Das legt eine Studie des Tschechischen Hydrometeorologischen Instituts in Prag nahe, die im letzen Jahr in der Fachzeitschrift Agricultural and Forest Meteorology veröffentlicht wurde. Darin wurde untersucht, ob und wie sich die gemessenen erhöhten Temperaturen auf den Hopfenanbau auswirken und was dies für die Zukunft bedeutet.
Die Ergebnisse sind deutlich: Das Bier wird qualitativ schlechter, weil sich weniger Alpha-Bittersäuren ausbilden, die wiederum für den typisch herben Biergeschmack im Pils sorgen. Der Echte Hopfen (Humulus Lupulus) verliert also mit den höheren Temperaturen an Aroma. Zumal erhöhen sich die Wahrscheinlichkeiten geringerer Ernten im untersuchten tschechischen Anbaugebiet.
"Klimaschutz dient also auch dem Schutz des Kulturguts Bier", so Torben Ibs, Klimaexperte bei der Verbraucherzentrale Sachsen. "Allerdings sind hier nicht nur der Hopfen, sondern auch andere Feldfrüchte betroffen. Gerade in Sachsen droht durch den Klimawandel die Gefahr von schlechten Erntejahren zu steigen."
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