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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

19.02.2010
Kalter Winter sorgt für hohe Heizkosten

Wegen steigender Energiepreise muss auch nach der Kältewelle mit höheren Kosten gerechnet werden

Bundesweit war der Januar 2010 im Vergleich zum Vorjahresmonat durchschnittlich um drei Grad kälter, im Osten sogar um bis zu vier Grad. "Das bedeutet, dass die sächsischen Verbraucher in den ersten vier Wochen dieses Jahres gegenüber dem Januar 2009 bis zu 25 Prozent mehr Energie zum Heizen aufbringen mussten, wenn sie ihre gewohnten Raumtemperaturen beibehalten wollten", sagt Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen. Bei einer Wohnungsgröße von 70 Quadratmetern können die Mehrkosten für den Januar 2010 bei 20 bis 30 Euro liegen, wobei das natürlich auch von der Wärmedämmung der Wohnung oder des Hauses abhängt.

Hinzu kommt, dass Gas- und Strompreise bei einigen Versorgern schon zu Jahresbeginn gestiegen sind. Weitere Versorger folgen ab 1. März 2010. So erhöhen die Zwickauer Energieversorgung GmbH und die Drewag Dresden ihre Strompreise ebenso wie die Verbundstadtwerke Südwestsachsen GmbH in Lichtenstein. Zum 1. April 2010 folgen die Stadtwerke Chemnitz. Daher ist es bereits jetzt absehbar, dass die Energiepreise im Verlaufe des Jahres kaum sinken, sondern eher weiter steigen werden. Auch das wird noch Einfluss auf die derzeitige Heizperiode haben.

Änderungen im Nutzerverhalten, wie z.B. eine um ein bis zwei Grad geringere Raumtemperatur oder eine stärkere Nachtabsenkung helfen nur begrenzt, Heizenergie einzusparen. "Langfristig wird deshalb eine Gebäudesanierung und/oder eine Modernisierung der Heizung durch den Vermieter unumgänglich", empfiehlt Pause. "Der Mieter kann nur Abdichtarbeiten an Fenstern und Türen effektiv umsetzen."

Hauseigentümer könnten sich für eine energetische Gebäudesanierung entscheiden. Trotz steigender Energiepreise sind Hauseigentümer aber hier sehr zurückhaltend, wie das Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt am Main, bei einer Befragung vom Januar 2010 herausgefunden hat. Dabei bietet die stationäre Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen beste Voraussetzungen, um den Hauseigentümer wirkungsvoll auf bestehende Möglichkeiten hinzuweisen und enorme Energieeinsparungen zu realisieren. Ratsuchende können sich gern in der Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen in über 45 Städten und Gemeinden dazu beraten lassen.

Termine können von Montag bis Freitag von 9 - 16 Uhr unter 0180-5-797777 vereinbart werden (Festnetzpreis 14 Cent/Min.; andere Mobilfunkpreise möglich, ab 1. März 2010 Mobilfunkpreis maximal 42 Cent/Min.).


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link674871A.html