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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

03.03.2010
"Der Wolf im Schafspelz?"- "Trojanische Pferde" am Telefon verkauft?

Verbraucherzentrale warnt vor unerlaubten Werbeanrufen

Wer wünscht sich das nicht: Irgendwann Ruhe vor telefonischer Belästigung und gleichzeitig damit Geld verdienen, dass den Ruhestörern das Handwerk gelegt wird.
Unter dem Projektnamen "Telefonbremse" bietet die Minaris GmbH aus Kirchen in Rheinland-Pfalz vorgeblich diese Chance. Per Telefonanruf wird eine kostenpflichtige Mitgliedschaft angeboten. Das zukünftige Mitglied soll auf unerlaubte Werbeanrufe eingehen und die angepriesenen Verträge auch abschließen. Nach einer Meldung der Anrufer- und Vertragsdaten an die "Telefonbremse" will die Minaris GmbH rechtlich gegen die Werber vorgehen, sich um den Widerruf kümmern und dafür sogar noch eine Aufwandsentschädigung zahlen.

Was auf den ersten Blick wie eine treffliche Zusammenführung gemeinsamer Interessen klingt, kann letztlich für den Verbraucher unangenehme Überraschungen mit sich bringen. "Ohne Einwilligung handelt es sich auch beim Anruf der "Telefonbremse" um einen unerlaubten Werbeanruf, den die Firma doch angeblich bekämpfen will",
gibt Friederike Wagner von der Verbraucherzentrale Sachsen zu bedenken. "Außerdem", so Wagner weiter, "gibt es ausweislich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Minaris GmbH keine Garantie dafür, dass der Verbraucher nicht auf zahlreichen kostenpflichtigen Verträgen sitzenbleibt und gleichzeitig noch den Monatsbeitrag an die Minaris GmbH zahlen muss." Auch Konditionen für den Erhalt der Aufwandsentschädigung und dessen Höhe sind nicht zweifelsfrei beschrieben.

Sowohl kurzfristig als auch langfristig sinnvoller ist es, auf Vertragsangebote am Telefon auch nicht zum Schein einzugehen und unerlaubte Werbeanrufe der Bundesnetzagentur zu melden. Die Bundesnetzagentur kann die Rufnummern abschalten und die entsprechenden Firmen mit Bußgeldern belegen. Die auszufüllenden Formulare und weitere Hinweise finden Sie unter www.bundesnetzagentur.de. Bei Missbrauchsverdachtsfällen kann sich auch per Fax (06321-934111) oder per E-Mail (rufnummernmissbrauch@bnetza.de) an die Bundesnetzagentur gewandt werden.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link678831A.html