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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

15.07.2003
Pille, Pulver oder Apfel
Sachsens Verbraucherschützer informieren über bioaktive Substanzen und deren nachgewiesene Wirkungen

Voll im Trend beim Thema gesunde Ernährung liegen bioaktive Substanzen. Das sind neben Ballaststoffen und Milchsäurebakterien vor allem die meist in kleinen Mengen in Obst und Gemüse vorkommenden sekundären Pflanzenstoffe, zu denen die Farb-, Duft- und Aromastoffe gehören. Sollten vor ein paar Jahren noch Vitamine und Mineralsstoffe Wohlbefinden und Schönheit garantieren, sind jetzt solche bioaktiven Substanzen in Form von Pillen und Pülverchen beispielsweise aus exotischen Wurzeln, Pflanzen, Kräutern, Obst und Gemüse oder Algen der “Renner”.

Doch was bringen sie wirklich, wollen viele Ratsuchende von den sächsischen Verbraucherschützern wissen. Ernährungsexpertin Uta Viertel rät zur Skepsis gegenüber den vollmundigen Versprechen der Anbieter: “Eine universal gültige Antwort oder eine Patentlösung hätte die Wissenschaft längst präsentiert, wenn es sie gäbe. Gesichert ist lediglich, dass die bioaktiven Stoffe eine positive Wirkung auf unseren Körper haben können.”

So ist durch zahlreiche Studien die Förderung von Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden durch regelmäßigen Verzehr bioaktiver Substanzen in Obst und Gemüse belegt. Als noch nicht ausreichend erforscht bezeichnet die Verbraucherschützerin die Wirkung isolierter bioaktiver Substanzen in Form von Pillen, Pulver oder Serum. „Bioaktive Substanzen könnten einzeln oder in nicht natürlich vorkommender Kombination gar nicht oder völlig anders wirken“, gibt die Verbraucherschützerin weiter zu bedenken.

Sachsens Verbraucherschützer empfehlen daher, täglich fünf faustgroße Portionen Obst und Gemüse zu verspeisen. “Außerdem schmeckt frisches Obst und Gemüse viel besser als irgendwelche Mittelchen”, ergänzt die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale und rät, immer mal wieder eine neue Zubereitungsvariante auszuprobieren, um sich so richtig von der Natur verwöhnen zu lassen. Dann kann man beruhigt und ohne Risiko für Gesundheit und Geldbörse darauf warten, dass die Wissenschaft das Gebiet der bioaktiven Substanzen weiter durchdringt.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link6941A.html