Verbraucherzentrale mit brandheißen Tipps
Überlastete Elektroleitungen, defekte Haushaltsgeräte oder auch nicht beaufsichtigte Kochstellen können schnell zu einem Wohnungsbrand führen, genau wie herabfallende Zigarettenglut. Brandschäden in Milliardenhöhe, aber auch Menschenleben sind dann zu beklagen.
"Wenn die Feuerwehr dann kommt, ist es oft schon zu spät, größere Opfer und Schäden zu verhindern", sagt Roland Pause, Energie-Experte der Verbraucherzentrale Sachsen "und rät deshalb zu wirksamen vorbeugenden Maßnahmen".
Rund 95 % der Opfer sterben nicht durch die Flammen, sondern an den giftigen Rauchgasen. Daher gehören Rauchmelder ebenso in Häuser und Wohnungen wie Klingel an Türen. Obwohl gesetzlich im Freistaat Sachsen noch nicht vorgeschrieben, ist diese Ausstattung mit Rauchmeldern vergleichsweise kostengünstig und leicht umsetzbar.
Pause empfiehlt, nur geprüfte Modelle zu kaufen, die das GS- (geprüfte Sicherheit), CE- (Konformitätszeichen der EU) oder das VdS-Zeichen (Prüfzeichen des Verbandes der Sachversicherer) haben. Batteriebetriebene Rauchmelder sind meist preiswert und bleiben auch bei Stromausfall funktionstüchtig.
Darüber hinaus können Feuerlöscher einen Brand im Anfangsstadium wirksam bekämpfen, vorausgesetzt, man macht sich schon vorher mit der Bedienanleitung vertraut. Auch wenn es keine gesetzliche Forderung gibt, die Wohnung oder das Eigenheim mit einem Feuerlöscher auszustatten, ist es empfehlenswert. Vorhandene Geräte sollten alle zwei Jahre auf ihre Betriebsfähigkeit geprüft werden. Eine gesetzliche Pflicht dafür gibt es für private Haushalte aber nicht.
Bei den örtlichen Feuerwehren können sich Interessierte beraten lassen, welche vorbeugende Brandschutzmaßnahme im Einzelfall am sinnvollsten ist.
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