Sächsische Verbraucherinnen und Verbraucher würden häufiger mit Bussen und Bahnen fahren, wenn die Taktzeiten besser und die Preise günstiger wären. Zu diesem Ergebnis kommt die Aktion "Wunschticket" der Verbraucherzentrale Sachsen. Von August bis Oktober dieses Jahres konnten Kritiken und Verbesserungsvorschläge notiert und anonym in so genannte "Wunschboxen" eingeworfen werden. Insgesamt wurden so 143 Verbraucherstimmen aus Sachsen erfasst.
Mit fast 40 Prozent der Stimmen wurden die Taktzeiten als größte Hürde zum Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln gesehen. "Ich würde mehr Bus und Bahn fahren, wenn an Wochenenden und auch in den Abend- und Nachtstunden Verbindungen eingerichtet werden, z. B. von Zwickau nach Crimmitschau nach 22 Uhr", so eine Verbraucherstimme aus Zwickau. Ähnliches steht auch auf einem "Wunschticket" aus Freiberg: "Ich würde mehr Bus und Bahn fahren, wenn die Übergänge zwischen Regional- und Stadtverkehr besser wären und sonntags mehr Busse fahren würden."
Am zweithäufigsten wurden der Fahrpreis und das allgemeine Angebot kritisiert. Darauf folgen Verbesserungswünsche für die Gestaltung und Übersichtlichkeit der Tarife, Pünktlichkeit und Sauberkeit. Mehrfachnennungen waren möglich.
"Etwa 80 Prozent der gefahrenen Kilometer werden in Deutschland mit dem Auto zurückgelegt", so Julian Fischer, Leiter der Verbraucherallianz "fürs klima" bei der Verbraucherzentrale Sachsen. "Mit der Aktion Wunschticket wollten wir herausfinden, was sich ändern muss, damit die Verbraucherinnen und Verbraucher im Freistaat häufiger klimaschonende Alternativen wie Busse und Bahnen nutzen, um ans Ziel zu kommen."
Den vollständigen Bericht zur Aktion "Wunschticket" finden Interessierte unter:
www.sachsen.verbraucherfuersklima.de. Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
