Lockdown: Bis einschließlich 8. Mai 2021 finden keine persönlichen Beratungen statt. Wir sind weiterhin per Telefon oder E-Mail erreichbar.

MEHR WÄRME FÜR WENIGER GELD

Pressemitteilung vom

Mit dem richtigen Kniff Heizkosten sparen

Effizienzlabel neben einem Haus als Sparschwein
Off

Einmal im Jahr flattert sie in den Briefkasten: die Heizkostenabrechnung. Abgesehen vom jüngsten „Flockdown“ in Mitteldeutschland war der Winter recht mild. Trotzdem liefen Heizungen nicht selten auf Hochtouren – nicht zuletzt durch das Arbeiten und Lernen zu Hause.

Für viele Mieter*innen ist und bleibt die Heizkostenabrechnung ein Buch mit sieben Siegeln. „Wie die Heizkosten genau berechnet werden, ist oftmals schwer nachzuvollziehen“, sagt Lorenz Bücklein, Energiereferent der Verbraucherzentrale Sachsen. „Insbesondere wenn eine hohe Nachzahlung gefordert wird, ist es empfehlenswert, sich zu den Heizkosten beraten zu lassen“.

Der Energieexperte weist darauf hin, dass der sparsame Umgang mit Energie immer bedeutender wird. Denn ab 2021 kommt ein neuer Preisfaktor hinzu. Mit der seit dem 1. Januar geltenden CO2-Bepreisung werden die Kosten fürs Heizen weiter steigen: für den Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid (CO2) werden 25 Euro fällig, für 2022 sind es dann 30 Euro und erhöht sich regelmäßig in den Folgejahren auf bis zu 55 Euro.

Für 2021 müssen Mieter*innen einer 80-Quadratmeter-Wohnung bei einer Gasheizung mit etwa 60 Euro Mehrkosten rechnen, bei einer Ölheizung sind es sogar 80 Euro. „Oft helfen allerdings schon kleine Maßnahmen, um den eigenen Verbrauch zu senken. Dazu gehören etwa die bessere Einstellung der Heizkörper nach dem eigenen Bedarf oder kleine Tricks zur Reduzierung des Warmwasserverbrauchs“, so Bücklein.

Unsere Heizkosten-Spartipps:

  1. Kein Versteckspiel:
    Befreien Sie Heizkörper von Verkleidungen, Möbeln und Vorhängen. Nur so kann der Heizkörper ungehindert den Raum erwärmen.

  2. Tür zu:
    Heizen Sie kühlere Räume nicht mit der Luft aus warmen Räumen. So gelangt nicht Wärme, sondern vor allem Luftfeuchtigkeit in den kühleren Raum und fördert damit das Schimmelpilz-Wachstum.
  3. Gut gelüftet:
    Lüften Sie zweimal täglich fünf bis zehn Minuten mit weit geöffneten Fenstern, um die Raumluft schnell auszutauschen. Vergessen Sie nicht, die Fenster wieder zu schließen, sodass Möbel und Wände die gespeicherte Wärme weiterhin behalten.
  4. Wollsocken an:
    Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart gut sechs Prozent Energie. Aber: Vor allem Füße reagieren schnell auf Kälte. Dem beugen Sie mit Wollsocken und Teppichen vor. Auch warme Pullis, Halstücher oder Wärmekissen tragen dazu bei, dass man subjektiv weniger friert.

Individuelle Hilfe bei der Bewertung Ihrer Heizkostenabrechnung bekommen Sie bei der Energieberatung der Verbraucherzentralen. Die Beratung findet aktuell online oder telefonisch statt. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

 

Aktuell veranstaltet die Energieberatung der Verbraucherzentrale wieder ihre beliebte Webseminarreihe zum Thema Heizung. Hausbesitzer*innen und Bauwillige können sich dabei einen Überblick zum aktuellen Stand der technischen Möglichkeiten verschaffen und erfahren, welche Fördermöglichkeiten es im Bereich Heizungstausch und Heizungsoptimierung gibt. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen sowie Anmeldehinweise gibt es unter: https://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/heizung

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.