Achtung, Phishing: Gefälschte Schreiben fordern IBAN-Bestätigung

Press release from 22. July 2026

Kriminelle verschicken aktuell täuschend echte E-Mails im Namen des Bundeszentralamts für Steuern und verlangen die Bestätigung der IBAN. Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt: Wer unüberlegt reagiert, riskiert den Diebstahl sensibler Bankdaten. So erkennen Sie die Masche und schützen sich.

Nach gefälschten BKA-Schreiben: Neue Betrugswelle im Namen des Fiskus rollt

Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor einer aktuellen Betrugswelle im Namen des Bundeszentralamts für Steuern (BZSt). Kriminelle versenden täuschend echte E-Mails, um Empfänger*innen zur Bestätigung ihrer IBAN für ein vermeintliches SEPA-Lastschriftmandat zu drängen. Die Nachrichten wirken durch offizielle Logos, Aktenzeichen und behördliche Formulierungen auf den ersten Blick legitim. Ziel ist der Diebstahl sensibler Finanzdaten.

Solche Fälschungen von offiziellen Stellen und Behörden kommen regelmäßig vor. Erst jüngst warnten die Verbraucherschützer*innen vor gefälschten BKA-Mails, bei denen Betrüger sogar mit Haftbefehlen drohten.

„Kriminelle nutzen gezielt das Vertrauen in staatliche Institutionen aus. Das BZSt fordert sensible Bankdaten jedoch niemals unaufgefordert per einfacher E-Mail an“, erklärt Marcel Postler, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale Sachsen. „Wer unter Druck gesetzt wird, sollte die Nachricht ignorieren und keinesfalls voreilig Links anklicken.“

Warnsignale erkennen:

  • Künstlicher Zeitdruck: Die Schreiben setzen extrem kurze Fristen von oft nur fünf Tagen und drohen bei Missachtung mit erheblichen Konsequenzen.
  • Formale Fehler: Bei genauer Prüfung zeigen sich oft Buchstabendreher in offiziellen Bezeichnungen oder Adressen
  • Fehlender Anlass: Es liegt kein aktueller, realer Steuervorgang vor, der eine solche Abfrage rechtfertigen würde.

Die Verbraucherzentrale Sachsen rät, Zahlungsforderungen erst nach sorgfältiger Prüfung zu begleichen. Persönliche oder finanzielle Daten sollten aufgrund verdächtiger Schreiben keinesfalls preisgegeben werden. Bestehen Zweifel an der Echtheit einer Forderung, empfiehlt sich eine direkte Rückfrage beim Bundeszentralamt für Steuern.

Bei Fragen und Problemen zu verdächtigen Schreiben oder digitalem Betrug berät die Verbraucherzentrale Sachsen in ihren 13 Beratungsstellen, im Beratungsbus sowie per Telefon und Video-Chat. Termine können unter 0341 6962929 oder online vereinbart werden.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.