Primastrom: Zwielichtige Kundenakquise und Behauptung falscher Tatsachen

Stand:
Deswegen ist die Primastrom GmbH für den Negativpreis der Verbraucherzentrale Sachsen nominiert
Megafon mit den Ausspruch "Prellbock 2021: Ihre Stimme für Ihre Rechte!"

Unerlaubte Telefonanrufe mit unwahren Aussagen, undeutliche und fehlerhafte Widerrufsbelehrungen und weiterer großer Vertragsärger: Die Beschwerdeflut zur Firma primastrom GmbH aus Berlin reißt nicht ab.

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In altbekannter und unangenehmer Masche erhalten Verbraucher immer wieder unerlaubte Telefonanrufe mit der Folge eines Stromanbieterwechsels, obwohl ein solcher niemals gewollt war. Schlimmer noch: Nach kurzer Zeit steht dann noch ein weiterer Wechsel des Telefonanbieters an. Gerade ältere Menschen werden häufig Opfer der aufdringlichen und unerlaubten Werbeanrufe der Firma oder von Besuchen deren windigen Haustürvermittlern.

Der Kreativität von primastrom ist kein Ende gesetzt. Denn suggeriert wird u.a., dass der alte Anbieter Pleite gegangen wäre oder dieser seine Preise erhöhen würde.  Ziel ist immer, ein telefonisches JA oder eine Unterschrift des Verbrauchers abzuringen. Auf Basis dieses ungewollten Erstkontaktes entlässt primastrom seine Kunden leider nicht ohne weiteres ohne professionelle Hilfe.

Die Firmen primastrom GmbH und voxenergie GmbH sind Ableger im Firmengeflecht der primaholding GmbH aus Berlin: Die Schwestern eint fragwürdiges Vorgehen bei der Kundenakquise. Sog. Cold Calls, unerlaubte Werbeanrufe, sind meist der Beginn eines Energieversorgerwechsels, bei welchem die Verbraucher keine Zustimmung gegeben hatten. Aber auch bei Bestandskunden ist der Wurm drinnen: wer in die Falle getappt ist, kommt so leicht nicht mehr heraus, neue langfristige Vertragsverlängerungen werden den Kunden angedichtet oder es geht plötzlich um ganz andere Leistungen, wie Mobilfunk- und Internetverträge. Die Zahlen der Verbraucherbeschwerden der vergangenen Jahre sprechen Bände.

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Hand hält Megafon mit großem Schallbereich

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