Beitragserhöhung trifft vor allem Rentner*innen

Pressemitteilung vom

PKV hebt die Prämien um bis zu 30 Prozent an

Nahaufnahme eines Rezeptscheins vom Arzt, auf dem "Privat" als Krankenkasse eingetragen ist.
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Die privaten Krankenversicherungen werden zum 1. Juli 2021 die Beiträge für den Standardtarif anheben – im Einzelfall um bis zu 30 Prozent. Dies ist für Versicherte in diesem Sozialtarif besonders problematisch, da sie entweder mindestens 55 Jahre alt sind und nur über ein geringes Einkommen verfügen oder bereits 65 Jahre alt sind.

„In einem konkreten Fall wandte sich ein Dresdner Verbraucher an uns, der nur Grundrente bezieht und trotzdem die Belastung der privaten Versicherungen tragen muss. Die anstehende Tariferhöhung von 100 Euro ist für den Betroffenen kaum zu stemmen. Und so wie ihm, geht es vielen Senioren.“, erklärt Holger Hinze, Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Sachsen.

Oft stellt sich in der Beratung heraus, dass Betroffene schon bei Vertragsabschluss über steigende Beiträge nicht ausreichend informiert wurden oder die private Krankenversicherung vordergründig als preiswerte Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung beworben wurde. Auch wenn in jungen Jahren als Single die Beitragshöhe überschaubar scheint, stellen sich mit Familienzuwachs oder mit zunehmendem Alter die Kosten für die private Krankenversicherung oft als schwer bezahlbar heraus. 

Ob ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung möglich ist oder eine finanzielle Entlastung bringen könnte, wissen die Versicherungsexpert*innen der Verbraucherzentrale in Dresden. Sie beraten anbieterneutrale und seit kurzem auch wieder vor Ort mit vorheriger Terminvereinbarung. Diese ist telefonisch unter 0351 - 4593 484 oder unter www.verbraucherzentrale-sachsen.de/terminvereinbarung möglich.

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