LEIPZIG +++ VORTRAG: HITZE, FLUT & TIGERMÜCKE: Fast alles zum Klimawandel +++ Hier direkt anmelden!

Mehr Schutz für Menschen mit Schulden

Pressemitteilung vom
Schulden abzubauen kann nur gelingen, wenn mit dem vorhandenen Geld sinnvoll gewirtschaftet werden kann. Wer kein Girokonto hat, um am bargeldlosen Zahlungsverkehr für teilzunehmen, hat schon verloren. Hier hilft ein Pfändungsschutzkonto, das der Gesetzgeber nun wesentlich verbessert hat...
Sportsachen Sportschuhe Wasserflasche Fotolia 92561687 sittinan ganem gemred

Verbraucherzentrale begrüßt Verbesserungen für Inhaber von P-Konten

Off

Schulden abzubauen kann nur gelingen, wenn mit dem vorhandenen Geld sinnvoll gewirtschaftet werden kann. Wer dafür kein Girokonto führen kann, um am bargeldlosen Zahlungsverkehr für Gehalt, Miete oder Rente teilzunehmen, hat schon verloren. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt und mit dem Pfändungsschutzkonto – kurz P-Konto – das geeignete Instrument geschaffen. Dieses wird nun zum 1. Dezember mit Inkrafttreten des neuen Gesetzes zum Pfändungsschutzkonto (PKoFoG) zum Vorteil der Betroffenen verbessert.

Dann dürfen Schuldnerberatungsstellen unter anderem weitere Leistungen bescheinigen, die nicht gepfändet werden können. Diese stammen zum Beispiel aus Nachzahlungen von Leistungen nach SGB II/XII oder Leistungen der Stiftung „Mutter und Kind“. Dies stellt eine erhebliche Erleichterung dar, da bisher die Freigabe lediglich über ein langwieriges Antragsverfahren bei Gericht bzw. beim öffentlichen Gläubiger erreicht werden konnte.

Auch die Ansparmöglichkeiten auf dem Konto werden erweitert. Bisher konnten pfändungsgeschützte Guthaben bisher nur einmal in den Folgemonat übertragen werden. Mit der Neuerung sind es dann drei Monate. „Dies wird für viele Rentner*innen und Bezieher von ALG II, die Ihre Leistungen immer zum Monatsende erhalten, ebenfalls eine große Erleichterung sein, da die Pfändung von Restbeträgen aus dem Vormonat damit beendet wird“, erklärt Cornelia Hansel, Insolvenz- und Schuldnerberaterin der Verbraucherzentrale Sachsen.

Zukünftig müssen Kreditinstitute zwei Monate im Voraus über die Notwendigkeit der Vorlage einer neuen Bescheinigung über Erhöhungsbeträge informieren. „Auch diese Klarstellung bringt Rechtssicherheit mit sich und ermöglicht es den Schuldnern sich rechtzeitig um den zustehenden Pfändungsschutz zu bemühen“, so Hansel.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Ratgeber-Tipps

Das Haushaltsbuch
Mit dem Haushaltsbuch der Verbraucherzentrale führen Sie Ihr "Unternehmen Haushalt" erfolgreich - Sie…
Plastikmüll im Meer

Einwegplastik-Verbot in der EU: Das sind die Alternativen

Eine neue Verordnung hat im Juli 2021 mit einer Reihe von Einwegkunststoff-Produkten Schluss gemacht – darunter Wattestäbchen, Plastikteller oder auch Styropor-Becher. Wir zeigen, um was es dabei genau geht und bewerten die praktischen Alternativen.
Essenreste auf einem Teller

Marktcheck: kleine Portionen in der Gastronomie noch nicht Standard

Wenn Restaurantgäste zwischen verschiedenen Portionsgrößen wählen oder übriggebliebenes Essen mitnehmen könnten, würden weniger Lebensmittel als bisher im Müll landen. Doch nur wenige Restaurants nutzen bisher ihre Möglichkeiten, wie der Marktcheck der Verbraucherzentralen zeigt.
Eine Frau sucht auf einer Streamingplattform nach einem Film.

Neue Gebühren bei Prime Video: vzbv plant Klage gegen Amazon

Änderungen bei Amazon Prime Video: Was Sie zu den neuen Werberichtlinien von Amazon Prime wissen sollten – und wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) für Ihre Rechte kämpft.