Für wen lohnt sich „riestern“ noch?

Pressemitteilung vom
Riester-Verträge lohnen sich vor allem, weil der Staat die Vorsorgepläne bezuschusst. Die Förderung besteht aus Zulagen und Steuervorteilen. Doch für wen lohnen sich solche Verträge überhaupt (noch)?
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Verbraucherzentrale Auerbach gibt Entscheidungshilfe

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Riester-Verträge lohnen sich vor allem, weil der Staat die Vorsorgepläne bezuschusst. Die Förderung besteht aus Zulagen und Steuervorteilen. Wer genug einzahlt, bekommt neben der jährlichen Grundzulagen in Höhe von 175 €/ Person, die Kinderzulage in Höhe von 185 € für bis Ende 2007 geborene Kinder und 300 Euro für ab 2008 geborene Kinder. 

Zusätzlich erhält man einen Steuervorteil, der vom inkommenssteuersatz abhängt. So kann man maximal 2.100 Euro im Jahr steuerlich geltend machen, wobei die Zulagen inbegriffen sind. Der geldwerte Steuervorteil, der sich daraus ergibt, wird mit den Zulagen verrechnet. Bei mehreren Kindern ist die Zulage oft höher als der Steuervorteil. So profitieren vor allem kinderreiche Familien von den Zulagen. Für sie ist ein solcher Vertrag durchaus sinnvoll.

Jedoch sollten auch die Nachteile eines solchen Vertrages nicht verkannt werden. So haben Riester-Verträge in der regeln hohe Kosten und eine eher schwache Ertragsentwicklung. Auch die mangelnde Flexibilität der Verträge wirkt sich eher nachteilig aus.

Dennoch sollte ein Riestervertrag nicht vorschnell gekündigt werden, denn eine Kündigung geht meist mit erheblichen finanziellen Einbußen einher.

Was viele Riester-Sparer  bis heute nicht wissen: Man bindet sich bis ans Lebensende an den Vertrag und bekommt bei Rentenbeginn maximal 30 % der verfügbaren Summe ausgezahlt. Der Rest wird verrentet. Eine Ausnahme hiervon besteht dann, wenn man lediglich ein Recht auf eine Kleinbetragsrente hat. Diese liegt derzeit bei rund 31 €/ Monat und gewährleistet, dass das verfügbare Kapital in einer Summe ausgezahlt werden kann.

Beratungen zu diesem und anderen Themen des Finanzbereichs können bei der Verbraucherzentrale Auerbach eingeholt werden. Beratungs-Termine können online oder telefonisch unter 03744 - 219 641 vereinbart werden.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.