Maßgeschneidertes Girokonto frei Haus?

Pressemitteilung vom

Tausende Kunden der Leipziger Sparkasse haben in den letzten Tagen Informationen über neue Giro-Kontomodelle erhalten. Ab 01. April ist eine Neustrukturierung der Girokonten geplant. Verbraucherinnen und Verbraucher können in den nächsten Wochen zwischen verschiedenen Varianten wählen. Vorsorglich teilt die Sparkasse ihre Kunden gleich einem aus Institutssicht passenden Modell zu.

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"Das klingt erst einmal einfach und vorteilhaft, kann aber für den Kunden ordentlich ins Geld gehen", sagt Andrea Heyer, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Sachsen. Jeder Betroffene sollte prüfen, ob die Empfehlung wirklich auf das eigene Nutzerverhalten zutrifft und damit dem Bedarf entspricht. Die Verbraucherzentrale Sachsen bietet diesbezüglich ihre Unterstützung an.

Die bisherige Auswahl zwischen dem Angebot für klassische Sparkassenkunden (5 Euro/Monat) und dem für Online-Nutzer (3 Euro/Monat) ist damit passé. Künftig stehen grundsätzlich vier Modelle zur Auswahl. Das GiroKlassik zum Monatspreis von 1,90 € sieht auf dem Papier günstig aus. Doch es wird in der Praxis erheblich teurer, weil jede Buchung extra kostet. Nicht nur für Überweisungen am Selbstbedienungsterminal sondern auch für Gutschriften, also zum Beispiel für die Buchung der Rentenzahlung, muss ein zusätzlicher Betrag entrichtet werden.

Ein Kunde, der Online-Banking nutzt, zahlt demnächst monatlich 3,90 € für die Kontoführung. Will der Kunde dieses Modells namens GiroDirekt am Selbstbedienungsterminal überweisen oder einen Kontoauszug am Drucker in einer SB-Filiale ziehen, muss dafür extra gezahlt werden. So werden schnell 5 € und mehr pro Monat erreicht. Sollen diese nicht unerheblichen zusätzlichen Entgelte vermieden werden und die teureren All-Inklusive-Modelle nicht in Frage kommen, bleibt nur eine drastische Einschränkung des Nutzerverhaltens oder der Wechsel zu einer anderen Bank. Das ist gar nicht so problematisch, wie manchmal gedacht wird.

Die Verbraucherzentrale Sachsen informiert in der persönlichen Beratung über preisgünstigere Alternativen und über Wechselmodalitäten. Gemeinsam kann an Hand einer Checkliste das individuelle Nutzerverhalten ermittelt werden. Für einen möglichen Wechsel des Kreditinstitutes werden Musterbriefe parat gehalten, die ebenfalls gemeinsam ausgefüllt werden können.

Die Verbraucherzentrale Sachsen bietet am 17. Februar 2016 Infoveranstaltungen mit anschließender Gesprächsrunde rund um das aktuelle Thema "Girokonten" an. Die Veranstaltung kostet pro Teilnehmer 5 € und findet jeweils 17 Uhr im Beratungszentrum Leipzig, Katharinenstraße 17, und in der Beratungsstelle Torgau, Bäckerstraße 10, statt. Wegen begrenzter Platzkapazität wird um Anmeldung gebeten. Die Veranstaltung in Leipzig wird zudem am 23. Februar 2016 um 17 Uhr noch einmal angeboten.
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