Sind doch nur Peanuts: die Heizkosten

Pressemitteilung vom

Schon gewusst? Die größten Irrtümer im Verbraucheralltag

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Fragt man Verbraucher nach ihrem Energiebedarf, so denkt ein Großteil ausschließlich an den Stromverbrauch. Dass auch die Wärme zum Heizen ein großes Loch in die Haushaltskasse reißt, kommt wenigen in den Sinn. Nicht selten übersteigen die Heizkosten sogar die Stromkosten. Und gerade bei den Heizkosten, die jedes Jahr aufs Neue bis zu 1.000 Euro und mehr betragen, können die Mieter selbst enormen Einfluss nehmen – auch ohne zusätzliche Investitionen.

"Es beginnt schon bei der Auswahl der Wohnung", informiert Carla Groß, Energieexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Ungünstig auf den Verbrauch wirken sich hoher Leerstand im gesamten Gebäude und insbesondere in den Nachbarwohnungen aus. Auch bei Wohnungen im Erdgeschoss, im schlecht gedämmten Dachgeschoss oder nahe der Hauseingangstür ist fast immer mit höheren Heizkosten zu rechnen. Undichte Fenster und Türen tun ihr Übriges.

Neben der optimalen Wohnung ist natürlich das richtige Verhalten ausschlaggebend. "Gebetsmühlenartig raten unsere Energieberater zum richtigen Heizen und Lüften, denn das kann bis zu 20 Prozent der Heizkosten ausmachen", erklärt Carla Groß. Das heißt für die kalte Jahreszeit: Fenster nicht kippen, sondern Stoßlüften. Gleichzeitig das Heizungsventil abdrehen. Auch nachts sollte die Heizung abgedreht bleiben.

Ein in letzter Zeit häufig zusätzlich auftretendes Problem ist das Anlagen-Contracting: überteuerte Wärmelieferverträge werden vom Vermieter mit Drittfirmen abgeschlossen. Bei diesem Modell gehört die Heizungsanlage im Keller nicht mehr dem Hauseigentümer, sondern dem Wärmelieferanten, der sich auch um deren ordnungsgemäßen Betrieb kümmert. "Dieser lässt sich neben der Verantwortung auch die Investitionskosten von den Mietern häufig über höhere Wärmepreise gut bezahlen", so Groß.

Wer sich über seine größten Einsparmöglichkeiten informieren möchte und herausfinden möchte, welcher Posten dabei wie schwerwiegend ist, kann die anbieterneutrale Energieberatung der Verbraucherzentrale aufsuchen. Unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) werden Terminanfragen entgegengenommen.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.