Gewonnen! Leider nur Ärger.

Pressemitteilung vom
Im Raum Görlitz versuchen fragwürdige Geldeintreiber mit vermeintlichen Gewinnmitteilungen an das Geld der Verbraucher zu gelangen.
Abzocke am Telefon

Unseriöse Geldeintreiber versprechen Gewinne

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Tausende Herzen von Briefempfängern schlagen höher, wenn sie ein Glückwunschschreiben erhalten, das einen satten Geld- oder Sachgewinn in Aussicht stellt. Die Erfahrungen der Verbraucherschützer in Görlitz zeigen, dass mehr Nieten als Hauptgewinne die Runde machen, denn meist dienen die Gewinnschreiben einzig dem Ziel, ans Geld der Angeschriebenen zu kommen. Egal wie. 

Eine besonders arglistige Strategie musste eine Verbraucherin aus Görlitz jetzt miterleben. Sie erhielt kein Schreiben, sondern einen scheinbar glaubwürdigen Anruf und wurde über einen Gewinn in Höhe von 40.000 Euro informiert und beglückwünscht. Schon am nächsten Tag würde das Geld von einen Notar und zwei Sicherheitsbeamten zugestellt werden. Lediglich die Kosten für den Notar müssen bezahlt werden. „Spätestens bei der gewünschten Zahlungsweise mittels acht Geldkarten zu je 100 Euro aus einem Supermarkt sollten alle Alarmglocken läuten – und zwar wie verrückt“, erklärt Steffi Meißner, Leiterin der Verbraucherzentrale in Görlitz. Glücklicherweise zweifelte auch die Dame aus Görlitz an der Seriosität und alarmierte die Polizei, statt die Geldkarten zu kaufen. Eine fingierte Übergabe der Geldkarten gemeinsam mit der Polizei platzte, weil die Täter in einem weiteren Telefonat misstrauisch wurden, aber dennoch die Chance nutzten, um auf äußerst aggressive Weise mit Gerichtsverfahren und Servicegebühren zu drohen. Weitere Anrufe blieben jedoch aus.

„Dieser Fall zeigt, dass die Maschen hinter Gewinnversprechen immer komplexer werden“, ordnet Meißner ein. Dabei sind insbesondere die Drohkulissen für Betroffene einschüchternd. Dabei reichen die Drohungen von Inkassoforderungen, Gerichtsvollzieherbesuchen, Polizeieinsätzen, Insolvenzandrohungen bis hin zu Fremden vor der Haustür – immer mit dem Ziel Zahlungen auf den Weg zu bringen oder Kontodaten in Erfahrung zu bringen. Neben klassischen Überweisungen und Lastschrifteinzügen sehen es die Täter gern, wenn Barsendung oder Geldkarten von Tankstellen oder Supermärkten eintreffen. In Einzelfällen werden sogar Kurierdienste angekündigt.

„Nicht unter Druck setzen lassen und vorschnell zahlen, lautet auch nach so vielen Jahren Erfahrung mit Gewinnspielen, das Gebot. Das Geld zurückzubekommen, ist ein fast unmögliches Unterfangen. Man sollte genau überlegen, ob es ein gültiges Vertragsverhältnis gibt“, rät Steffi Meißner. Unterstützung bei unseriösen Schreiben erhalten Betroffene bei den erfahrenen Verbraucherschützern im persönlichen Beratungsgespräch. Telefonisch können Termine unter 0341 - 696 2929 oder online unter www.verbraucherzentrale-sachsen.de/terminvereinbarung gebucht werden.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
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