Starker Verbraucherschutz durch Kooperation und Dialog

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Das Team der Beratungsstelle Görlitz hat im Jahr 2025 seine Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern weiter intensiviert und damit den Verbraucherschutz in der Region gestärkt. Im Fokus standen dabei sowohl die Prävention vor digitalen Betrugsformen als auch ein fachlicher Austausch mit der BaFin.
BaFin zu Gast in der Beratungsstelle in Görlitz
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Partnerschaft gegen Krypto- und Identitätsbetrug

Gemeinsam mit der Polizeidirektion Görlitz wurde die Arbeitsgruppe „Krypto- und Identitätsbetrug“ weiter ausgebaut. Ziel dieser Kooperation ist es, Verbraucher*innen im Landkreis Görlitz wirksamer vor digitalen Betrugsmaschen zu schützen und Betroffene im Ernstfall strukturiert zu begleiten.

Ein zentrales Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die Entwicklung eines praxisnahen Leitfadens, der Betroffenen von Identitätsdiebstahl eine klare Schritt-für-Schritt-Orientierung bietet – von der Beweissicherung über die Strafanzeige bis hin zur Information von Melderegister, SCHUFA, Banken und Rechtsbeistand. Dadurch gewinnen Verbraucher*innen Handlungssicherheit, vermeiden typische Fehler und können ihre Ansprüche frühzeitig geltend machen.

Die enge Verzahnung zwischen Polizei und Verbraucherzentrale Sachsen zeigt sich auch im kontinuierlichen Austausch: Erkenntnisse aus der Beratungspraxis fließen in die polizeiliche Arbeit ein, während aktuelle Entwicklungen und Betrugsmuster direkt in die Beratungs- und Aufklärungsangebote übernommen werden.

Fokus auf neue Betrugsformen und gezielte Prävention

Im Berichtsjahr 2025 lag ein besonderer Schwerpunkt auf aktuellen Betrugsmustern wie Identitätsdiebstahl bei Online-Geschäften, Kreditabschlüssen und Video-Ident-Verfahren sowie auf sogenanntem Jobscamming über Online-Plattformen – häufig mit Bezug zu Kryptowährungen. Die Täter nutzen gestohlene Identitäten etwa zur Kontoeröffnung, für Geldwäsche oder zur Aufnahme von Krediten, was für Betroffene existenzbedrohliche Folgen haben kann.

Im Dialog mit der Finanzaufsicht

Ein weiterer wichtiger Baustein der Arbeit war der direkte Austausch mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Im November 2025 fand in der Beratungsstelle Görlitz eine zweitägige Gesprächsrunde zwischen Vertreter*innen der Verbraucherzentrale Sachsen und der BaFin statt.

Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen des Finanzmarkts aus Verbrauchersicht, darunter Streitigkeiten um Prämiensparverträge, Fragen zu Negativzinsen, die Praxis beim Basiskonto sowie die überarbeitete Verbraucherkreditrichtlinie und der Umgang mit sogenannten „Finfluencern“.

Für die Verbraucherzentrale Sachsen bot der Dialog die Möglichkeit, Erfahrungen aus der täglichen Beratung direkt an die Aufsicht heranzutragen und auf konkrete Problemlagen aufmerksam zu machen. Gleichzeitig erhielten die Verbraucherschützer*innen wertvolle Einblicke in aktuelle Einschätzungen der BaFin zur Marktentwicklung.

Starkes Netzwerk für starken Verbraucherschutz

Sowohl die regionale Zusammenarbeit mit der Polizei als auch der fachliche Austausch mit der Finanzaufsicht tragen dazu bei, den Verbraucherschutz in Sachsen ganzheitlich weiterzuentwickeln. Zugleich helfen diese Kooperationen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Beratungsangebote gezielt anzupassen und die Position der Verbraucher*innen im zunehmend komplexen Finanz- und Digitalmarkt nachhaltig zu stärken.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.


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