Fokus auf neue Betrugsformen und gezielte Prävention
Im Berichtsjahr 2025 lag ein besonderer Schwerpunkt auf aktuellen Betrugsmustern wie Identitätsdiebstahl bei Online-Geschäften, Kreditabschlüssen und Video-Ident-Verfahren sowie auf sogenanntem Jobscamming über Online-Plattformen – häufig mit Bezug zu Kryptowährungen. Die Täter nutzen gestohlene Identitäten etwa zur Kontoeröffnung, für Geldwäsche oder zur Aufnahme von Krediten, was für Betroffene existenzbedrohliche Folgen haben kann.
Im Dialog mit der Finanzaufsicht
Ein weiterer wichtiger Baustein der Arbeit war der direkte Austausch mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Im November 2025 fand in der Beratungsstelle Görlitz eine zweitägige Gesprächsrunde zwischen Vertreter*innen der Verbraucherzentrale Sachsen und der BaFin statt.
Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen des Finanzmarkts aus Verbrauchersicht, darunter Streitigkeiten um Prämiensparverträge, Fragen zu Negativzinsen, die Praxis beim Basiskonto sowie die überarbeitete Verbraucherkreditrichtlinie und der Umgang mit sogenannten „Finfluencern“.
Für die Verbraucherzentrale Sachsen bot der Dialog die Möglichkeit, Erfahrungen aus der täglichen Beratung direkt an die Aufsicht heranzutragen und auf konkrete Problemlagen aufmerksam zu machen. Gleichzeitig erhielten die Verbraucherschützer*innen wertvolle Einblicke in aktuelle Einschätzungen der BaFin zur Marktentwicklung.
Starkes Netzwerk für starken Verbraucherschutz
Sowohl die regionale Zusammenarbeit mit der Polizei als auch der fachliche Austausch mit der Finanzaufsicht tragen dazu bei, den Verbraucherschutz in Sachsen ganzheitlich weiterzuentwickeln. Zugleich helfen diese Kooperationen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Beratungsangebote gezielt anzupassen und die Position der Verbraucher*innen im zunehmend komplexen Finanz- und Digitalmarkt nachhaltig zu stärken.
