Achtung Smishing-Alarm!

Pressemitteilung vom
Die Kreativität von Fallenstellern endet anscheinend nicht. Nach den Nachrichten, bei denen Verbraucher*innen angebliche Sendungsverfolgungen per SMS erhalten haben, folgt nun eine neue Masche mit vermeintlichen Voicemail-Nachrichten. Dabei soll Schadsoftware installiert werden...
Screenshot einer SMS von +491 [unkenntlich] mit dem Inhalt: "Neue Voicemail: https://[unkenntlich]"

Verbraucher*innen werden durch angebliche Voicemail-Nachrichten in die Falle gelockt

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Die Kreativität von Fallenstellern endet anscheinend nicht. Nach den Nachrichten, bei denen Verbraucher*innen angebliche Sendungsverfolgungen per SMS erhalten haben, folgt nun eine neue Masche:

So erhielt eine Verbraucherin im Raum Görlitz eine SMS unbekannter Herkunft, sie habe eine neue Voicemail erhalten. Die Nachricht abhören könne sie, wenn sie auf einen kryptischen Link klicke. Weitsichtig folgte sie nicht den Anweisungen der Nachricht und bat die Verbraucherzentrale in Görlitz um Hilfe. Die Verbraucherschützerinnen bestärkten sie und rieten ihr, den Absender zu blockieren. Recherchen ergaben, dass es sich hierbei um einen Betrugsversuch handle, welcher eine Schadsoftware auf das Endgerät lädt, wenn auf den Link geklickt wird.

Diese Taktik nennt sich Smishing, und leitet sich aus dem englischen Wort „fishing“ ab, welches für Fischen steht. Hintergrund ist, dass über derartigen Aktionen „im Trüben gefischt wird“, indem einer großen Anzahl an Nutzer*innen diese tückischen Nachrichten geschickt werden. Die Betrüger hoffen darauf, dass so viele wie möglich auf diesen Trick hereinfallen. Erfolgt dies über E-Mails nennt es sich Phishing, über SMS Smishing.

Es ist durchaus Gang und Gebe, dass Telefonanbieter über SMS benachrichtigen, wenn auf der Mailbox eine Nachricht ist. Allerdings würde der Anbieter nicht dazu auffordern eine Software herunterzuladen. Ebenso erhalten Verbraucher*innen seriöse Nachrichten ihrer Mailbox in der Regel von der gleichen bekannten Nummer.

„Sollte eine Nachricht einen unbekannten Hintergrund und Absender haben, ist Vorsicht geboten. Auch Rechtschreib- oder Grammatikfehler sind ein Warnsignal. Neben Schadsoftware können sich auch Datenfallen und weitere Viren hinter derartigen Praktiken verstecken“, informiert Steffi Meißner, Leiterin der Beratungsstelle Görlitz.

Wer in eine solche Falle getappt ist, sollte Ruhe bewahren, offline gehen (am besten über den Flugmodus), über ein Backup die Daten sichern und anschließend die Gerätesoftware auf Werkseinstellung zurücksetzen. Wer dabei unsicher ist, kann sich bei Spezialisten wie Elektro-Shops helfen lassen.

Unterstützung bei Fragen rund um das Thema erhalten Betroffene bei den erfahrenen Verbraucherschützerinnen in Görlitz im persönlichen Beratungsgespräch. Telefonisch können Termine unter 0341 - 696 2929 oder online unter www.verbraucherzentrale-sachsen.de/terminvereinbarung gebucht werden.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
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