Homeoffice im Lockdown: Stromsparen leichtgemacht

Pressemitteilung vom
Die Energie*expertinnen zeigen, wie die Mehrkosten bei Strom und Wasser im Home-Office durch einfache Tipps kompensiert werden.
Eine Glühbirne, Münzen und ein Taschenrechner liegen auf einer Stromrechnung

Mit der richtigen Technik und ein paar Tricks die Mehrkosen in den Griff bekommen

Off

Dieser Winter wird die Haushaltskasse in vielen Fällen höher belasten. Waren es anfangs nur die Maßnahmen zur Händehygiene, steigt der Stromverbrauch durch die lange Zeit mit Homeoffice, Online-Schule und Video-Chats zusätzlich an. „Zum Sparen gilt wie bei jedem technischen Gerät“, weiß Ulrike Körber, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Sachsen. „benutzen Sie nur, was Sie wirklich brauchen und zwar nur so lange wie nötig.“ 

Der Stromverbrauch der Rechentechnik hängt dabei von Bauart und Leistung des Computers ab. Für typische Büroanwendungen verbraucht ein Standard-Laptop bei acht Stunden Dauerbetrieb an fünf Tagen etwa eine Kilowattstunde. Das kostet also pro Woche rund 30 Cent. Bei einem Desktop-PC mit separatem Bildschirm ist es schon dreimal so viel. Hoch gerüstete Gamer-PCs dagegen sollten im Homeoffice nicht über einen längeren Zeitraum verwendet werden. Hier ist der Verbrauch auch bei normaler Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Surfen im Internet  wesentlich höher. In Arbeitspausen sollte auch jeder PC seine Ruhe haben und in den Energiesparmodus schalten. Möglichkeiten zur Einstellung sind in den „Energieoptionen“ zu finden. Über eine schaltbare Steckerleisten kann die Technik über Nacht oder bei Abwesenheit komplett abgeschaltet werden.

Ein echter Großverbraucher ist der Rooter, insbesondere wenn viele WLAN-Empfänger versorgt werden, weil die ganze Familie an mehreren Laptops, Tabletts, Handys oder Smart-TV über viele Stunden das Internet nutzt. Tückisch sind auch WLAN-Repeater, die in großen Wohnungen und Häusern die Reichweite des Funksignals erweitern. „Auch wenn es schwer fällt“, mahnt Ulrike Körber, „Meist ist es nur ein Knopfdruck, um die WLAN-Verbindung zu trennen, sobald das Internet nicht gebraucht wird.“

Häufig vernachlässigt wird die Arbeitsplatzbeleuchtung. Wie auch im Büro ist das richtige Licht wichtig für die Psyche – gerade in der dunklen Jahreszeit. Tageslichtweiße oder kaltweiße Lichtfarben entsprechen dem Spektrum der europäischen Mittagssonne. Als Schreibtischlampen, möglichst mit Schwenkarm, eignen sich daher kaltweiße LEDs besser als ermüdende warme Glühlampen. Der Stromverbrauch für Lampen mit LED-Leuchtmittel ist fünf bis sechs Mal niedriger, als für Glüh- oder Halogenlampen.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Logo des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz

Ratgeber-Tipps

Strom und Wärme selbst erzeugen
Wer sich von Energieversorgern unabhängig macht, kann steigenden Energiepreisen gelassen entgegensehen und die eigene…
Mietkosten im Griff
Der Ratgeber „Mietkosten im Griff“ – gemeinsam von der Verbraucherzentrale und dem Deutschen Mieterbund herausgegeben…
Eine Frau blickt auf eine digitale Anzeige.

Ihre Daten bei Facebook und Instagram für KI: So widersprechen Sie

Facebook und Instagram informieren über Änderungen ihrer Richtlinien. Was Sie dort posten soll als Trainingsmaterial für Metas KI-Generatoren verwendet werden. Möchten Sie das nicht, können Sie widersprechen. Die Verbraucherzentrale NRW hat Meta deshalb abgemahnt.
Fußball-Feier: Deutsche Fußball-Fans beim Public Viewing

Vorsicht vor Fakeshops mit Produkten um die Fußball-EM

Auffällig günstige und sofort verfügbare Trikots und Grills: Vor der Fußball-EM in Deutschland fallen im Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen Shops auf, die nun besonders häufig von Verbraucher:innen gemeldet werden.
Ein Gesundheitsgerät neben dem Wort Aufruf in einem Ausrufezeichen.

Healy: Keine wissenschaftliche Evidenz für Gesundheitsversprechen

Bei den Verbraucherzentralen haben sich in den letzten Monaten die Beschwerden über das Produkt "Healy" gehäuft, weil selbstständige Verkäufer:innen behaupten, das Produkt würde etwa bei Multipler Sklerose, Depressionen, ADHS oder Hauterkrankungen helfen. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil dazu.