Sanieren in Wohneigentümerschaften leicht gemacht

Pressemitteilung vom
Sanieren in der WEG muss nicht kompliziert sein: Mit unabhängiger Beratung, klarem Fahrplan und passender Förderung gelingt die energetische Modernisierung Schritt für Schritt. Warum die Gebäudehülle vor der Heizung kommt und wie Eigentümergemeinschaften profitieren, zeigt unser Überblick.
Wohnraum vor und nach der Sanierung
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Gebäudehülle zuerst – und mit Beratung starten

In vielen Wohnanlagen steckt enormes Potenzial zur Energieeinsparung. Für Wohneigentumsgemeinschaften (WEG) ist die Umsetzung jedoch oft komplex: Mehrere Eigentümer:innen müssen sich auf Maßnahmen und Zeitpläne einigen, technische Fragen klären und rechtliche Rahmenbedingungen beachten. Das kann abschreckend wirken – muss es aber nicht.

Erster Schritt: Anbieterunabhängige Beratung

Eine anbieterneutrale Initialberatung hilft, den Zustand des Gebäudes realistisch einzuordnen, sinnvolle Maßnahmen zu bündeln und verfügbare Fördermittel zu identifizieren. „Gerade in Wohnungseigentümergemeinschaften bringt eine Expertenberatung Klarheit in oft sehr unterschiedliche Interessenlagen. Sie schafft eine gemeinsame fachliche Grundlage für tragfähige Beschlüsse“, sagt Denis Schneiderheinze, Energiereferent der Verbraucherzentrale Sachsen. Weiterführende Informationen sind online unter https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/energieberatung-fuer-wohnungseigentuemergemeinschaften/ aufrufbar.

Gebäudehülle vor Heizungsanlage

Vor einem Heizungstausch sollte zunächst geprüft werden, wie viel Energie über Dach, Fassade, Fenster und Türen verloren geht. Eine verbesserte Dämmung senkt die Heizlast deutlich. Dadurch kann die neue Anlage kleiner dimensioniert werden – mit positiven Effekten auf Investitions- und Betriebskosten. Zusätzlich steigen Wohnkomfort, sommerlicher Wärmeschutz, Immobilienwert und Schallschutz.

Fenster und Türen

Undichte Fenster und Türen können bis zu 20 Prozent Wärmeverlust verursachen. Der Austausch ist als Einzelmaßnahme über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) förderfähig.

Außenwände

Über Fassaden gehen bis zu 30 Prozent der Wärme verloren. Eine Dämmung spart Energie, reduziert Emissionen und wird ebenfalls vom BAFA bezuschusst.

Erneuerbare Energien mitdenken 

Photovoltaik, Solarthermie und Batteriespeicher können das Sanierungskonzept sinnvoll ergänzen. Eigenstrom erhöht die Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen. „Wer die Gebäudehülle verbessert, legt das Fundament für alles Weitere. Wenn der Bedarf sinkt, können erneuerbare Energien und neue Heiztechnik ihre Wirkung wirtschaftlich optimal entfalten“, so Schneiderheinze.

Förderung nutzen

Für nahezu jede Maßnahme stehen Förderprogramme bereit. Entscheidend ist eine strukturierte, schrittweise Planung. Unabhängige Beratung begleitet WEGs von der ersten Analyse bis zur Umsetzung.

Anmeldung und weiterführende Tipps:

Über die Energieberatung der Verbraucherzentrale

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte, anbieterunabhängige Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Dank Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium begleitet sie seit 1978 private Verbraucher:innen mit derzeit über 900 Energieberater:innen und an mehr als 1.000 Standorten in eine energiebewusste Zukunft. Im Jahr 2024 wurden weit über 230.000 Privathaushalte zu allen Energie-Themen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise zu Energiesparen, Wärmedämmung, moderner Heiztechnik und erneuerbaren Energien.

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