Post vom Fake-Anwalt

Pressemitteilung vom
Derzeit erhalten Verbraucher*innen in Sachsen per Post betrügerische Forderungen einer angeblichen Rechtsanwaltskanzlei. Besonders ältere Menschen geraten dabei ins Visier. Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt dringend davor, auf diese Schreiben zu reagieren.
Hände, die Briefe in einen Briefkasten werfen
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Kurze Zahlungsfrist soll unter Druck setzen

Die Post stammt aus Mannheim – von der vermeintlichen Kanzlei „Krüger & Partner“. Gefordert werden 3.775 Euro, angeblich wegen eines telefonisch abgeschlossenen Vertrags. Die Empfänger*innen werden mit einer kurzen Zahlungsfrist und der Androhung gerichtlicher Schritte zusätzlich unter Druck gesetzt. Konkrete Angaben zu Vertrag, Vertragspartner oder erbrachter Leistung fehlen allerdings vollständig.

„Auffällig ist zudem, dass keine Bankverbindung angegeben wird. Stattdessen sollen die Betroffenen selbst Kontakt mit der angeblichen Kanzlei aufnehmen“, sagt Micaela Schwanenberg, Juristin bei der Verbraucherzentrale Sachsen.

Fehlender Vertragsnachweise und unklare Angaben

Recherchen der Verbraucherzentrale Sachsen zeigen: Die angebliche „Kanzlei Krüger & Partner“ und sogar die angegebene Straße existieren in Mannheim nicht. Im bundesweiten amtlichen Anwaltsverzeichnis ist kein Eintrag zu finden. „Zudem weist das Schreiben typische Merkmale eines Betrugs auf: einen unprofessionellen Briefkopf, fehlende Vertragsnachweise und unklare Angaben zum angeblichen Auftraggeber“, erklärt Micaela Schwanenberg.

So sollten Betroffene reagieren

Ziel der Masche ist es, die Empfänger*innen zur Kontaktaufnahme, vor allem telefonisch, zu bringen. Dabei versuchen die Täter vermutlich, persönliche Daten zu erlangen oder neue Verträge unterzuschieben. Die Verbraucherzentrale Sachsen rät daher:

  • Ruhe bewahren
  • Schreiben sorgfältig prüfen
  • Keinesfalls Kontakt mit der angeblichen Kanzlei aufnehmen
     

Wer unsicher ist, ob ein Schreiben echt ist, kann sich an die Verbraucherzentrale Sachsen wenden. Beratungstermine sind online oder telefonisch unter 0341 696 2929 möglich. Betroffene können außerdem Anzeige bei der Polizei erstatten.

Verdachtsfälle von Betrug oder Hinweise auf dubiose Anbieter können über die Marktbeobachtung der Verbraucherzentralen gemeldet werden.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.


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