Betrug aus dem Ausland
Scham verhindert oft, dass Menschen rechtzeitig Hilfe suchen – genau das versuchen Betrüger*innen auszunutzen. Derzeit kursieren in Reichenbach Schreiben einer ausländischen Firma, die 90 Euro für angebliche „besondere sexuelle Dienstleistungen“ fordert. Keiner der Betroffenen hat jedoch einen solchen Vertrag abgeschlossen oder kennt die Firma. Diese Masche ist kein Einzelfall: Immer wieder versuchen unseriöse Anbieter, auf diese Weise an Geld zu kommen.
Die Forderungen stammen von einem Unternehmen, das seinen Sitz angeblich in Tschechien hat. Die Betroffenen sollen entweder den Betrag auf ein Konto in Prag überweisen oder in bar an eine P.O. Box senden. Bereits in den vergangenen Jahren tauchten immer wieder ähnliche Schreiben in der Region auf.
„Die Betroffenen waren häufig verunsichert und leisteten aus Scham Zahlungen, was die Täter zu weiteren Forderungen ermutigte“, erklärt Heike Teubner, Beratungsstellenleiterin in Auerbach. „Offenbar nach dem Motto: Ist eine Zahlung geleistet worden, werden auch weitere Forderungen Erfolg haben.“
Die Verbraucherzentrale in Auerbach warnt eindringlich:
- Nicht einschüchtern lassen: Wer keinen Vertrag abgeschlossen hat, muss auch keine Zahlung leisten.
- Keine Scham empfinden: Die Schreiben zielen bewusst auf Verunsicherung ab.
Verbraucher*innen, die solche Schreiben erhalten haben und unsicher sind, können sich vertrauensvoll an die Verbraucherzentrale in Auerbach wenden. Terminvereinbarungen sind online oder unter 03744 219641 möglich.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.
