Kostenfallen rund um die WM

Pressemitteilung vom
Die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft ist riesig, doch mit ihr wächst auch die Gefahr finanzieller Schäden. Ob dynamische Mondpreise bei Tickets, unseriöse Reiseangebote oder betrügerische Online-Shops: Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt Fans vor den gängigsten Kostenfallen und gibt konkrete Tipps für einen sicheren Turnier-Genuss.
Nahaufnahme des weißen DFB-Heimtrikots für die WM 2026 mit dem runden Logo des Deutschen Fußball-Bundes und vier Weltmeister-Sternen.
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Ticketkauf: Zwischen Preisschock und Zweitmarkt-Betrug

Obwohl weiterhin offizielle Kontingente verfügbar sind, sorgt der Ticketvertrieb für erheblichen Unmut. Grund ist das von der FIFA genutzte dynamische Preismodell, das die Kosten bei hoher Nachfrage massiv in die Höhe treibt. Auch auf der offiziellen Wiederverkaufsplattform werden teils immense Preise aufgerufen.

„Das dynamische Preissystem der FIFA führt zu extremen Schwankungen und nimmt Verbraucher*innen die Möglichkeit, faire Ticketpreise verlässlich einzuschätzen“, kritisiert Beate Saupe von der Verbraucherzentrale Sachsen. „Dennoch ist der Frust kein Freifahrtschein, auf unautorisierte Zweitmarktplattformen auszuweichen.“

Auf inoffiziellen Ticketbörsen, in sozialen Netzwerken und auf Kleinanzeigenportalen drohen gefälschte oder personengebundene, nicht übertragbare Tickets. Wer hier kauft, riskiert neben dem Totalverlust des Geldes auch die Abweisung direkt am Stadiontor.

Reisebuchungen: Intransparente Angebote prüfen und Einreisebestimmungen beachten

Auch bei WM-Reiseangeboten ist Vorsicht geboten: Fake-Unterkünfte und unseriöse Mietwagen-Deals sind typische Verbraucherfallen. Vor jeder Buchung sollte daher das Impressum des Anbieters sowie die vollständigen Preis- und Leistungsangaben genau geprüft werden. Zudem gilt: Ein Stadionticket ersetzt niemals das erforderliche Visum bzw. die Einreisegenehmigung. Hier müssen sich Fans zwingend rechtzeitig selbst informieren und kümmern.

Fanartikel: Fakeshops locken mit vermeintlichen Schnäppchen

Doch auch wer nicht nach Nordamerika reist und das Turnier zu Hause oder beim Public Viewing verfolgen möchte, kann ins Visier von Betrügern geraten. Denn angesichts der hohen Preise für offizielle Merchandise-Produkte florieren im Netz gefälschte Online-Shops mit billigen Trikot-Angeboten.

„Wer bei solchen vermeintlichen Schnäppchen voreilig per Vorkasse bezahlt, erhält am Ende mitunter minderwertige Plagiate oder gar keine Ware“, warnt Beate Saupe. „Das Geld ist dann meist unwiederbringlich verloren.“

Drei Tipps der Verbraucherzentrale Sachsen:

  • Ausschließlich offizielle Kanäle nutzen: Tickets nur über die FIFA-Plattform und den offiziellen FIFA-Resale erwerben, um Gültigkeit und Einlass zu garantieren.
  • Reiseangebote akribisch prüfen: Bei Unterkünften und Transport auf lückenlose Anbieterdaten, transparente Endpreise und die nötigen Einreisedokumente achten.
  • Fakeshop-Finder einsetzen: Unbekannte Online-Shops vor der Bestellung überprüfen. Eine verlässliche Orientierung bietet der kostenlose Fakeshop-Finder  der Verbraucherzentralen.

Betroffene Verbraucher*innen, die bereits Probleme mit Ticketkäufen, Reisebuchungen oder Trikot-Bestellungen haben, erhalten rechtliche Unterstützung in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen. Terminvereinbarungen sind online oder unter 0341 6962929 möglich.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.


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