Glossar Nahrungsergänzungsmittel

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Aminosäuren

Aminosäuren sind eine biologisch wichtige Klasse organischer Verbindungen. Ca. 20 Aminosäuren sind die natürlichen Bausteine von Proteinen. Weitere 400 Aminosäuren haben andere wichtige biologische Funktionen. Auf acht Aminosäuren ist der Mensch besonders durch die Nahrung angewiesen, denn die kann er nicht selber herstellen.

Amphetamin

Amphetamin ist eine künstliche Substanz. Es hat eine appetitzügelnde, stark stimulierende und aufputschende Wirkung und wird deshalb als Arzneimittel, aber auch als Droge verwendet.

Amygdalin

Amygdalin, auch Laetrile (Lätril) oder Mandelonitril genannt, ist ein toxischer sekundärer Pflanzeninhaltsstoff. In Gegenwart von Wasser wird giftige Blausäure abgespalten.

Anthocyane

Anthocyane sind rötlich-violette sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Flavonoide. Sie kommen vor allem in Rotkohl, roten Trauben, Kirschen, heimischen dunklen Beeren (Brom-, Holunder- Heidel- und Apfelbeere (Aronia) vor.

Antioxidantien

Antioxidantien bieten Schutz gegen sogenannte "freie Radikale". Diese freien Radikale werden zum einen vom Körper selbst während verschiedener Stoffwechselprozesse gebildet, zum anderen entstehen sie durch schädliche äußere Einflüsse wie Zigarettenrauch, Umweltgifte oder UV-Strahlung der Sonne. Antioxidantien aus der Nahrung sind zum Beispiel Vitamin C und E, Selen oder sekundäre Pflanzenstoffe, wie Beta-Carotin, Polyphenole, Flavonoide, Lykopin (in Tomaten) oder Allicin (in Knoblauch).

Arzneimittel

Arzneimittel sind zur Heilung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten bestimmt oder werden verabreicht, um durch eine pharmakologische, immunologische oder metabolische Wirkung die physiologischen Funktionen zu korrigieren.

ATP

Adenosintriphosphat, kurz ATP, ist ein Nukleotid (Bausteine der Erbinformation DNS). Es ist der universelle und unmittelbar verfügbare Energieträger in Zellen und wichtiger Regulator energieliefernder Prozesse.

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Polysaccharide, also Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln zu finden sind. Sie kommen unter anderem in Getreide, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten vor. Darmbakterien verarbeiten sie zu kurzkettigen Fettsäuren, die zur Energiegewinnung im Körper genutzt werden können (für die Nährwertberechnung 2 kcal/g).

BCAA

BCAA´s (Branched-Chained Amino Acids) sind verzweigtkettige Aminosäuren, die vom Körper nicht selbst hergestellt werden können. Sie müssen also mit der Nahrung aufgenommen werden. Klassische Vertreter sind Leucin, Isoleucin und Valin.

Biologische Wertigkeit

Die biologische Wertigkeit dient als Methode zur Abschätzung der Qualität der Nahrungsmittelproteine. Sie zeigt auf, wie viel eines aufgenommenen Proteins in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden kann. Tierische Proteine weisen meist eine höhere biologische Wertigkeit als pflanzliche Eiweiße auf. Die höchste biologische Wertigkeit ergibt sich jedoch aus der Kombination von tierischen mit pflanzlichen Lebensmitteln.

Bioverfügbarkeit

Die Bioverfügbarkeit gibt an, wie viel eines Stoffes nach der Verdauung tatsächlich im Körper (im Blutkreislauf) ankommt, also resorbiert wird. Die Bioverfügbarkeit kann durch andere Lebensmittelinhaltsstoffe verringert, aber auch verstärkt werden. Bei Nährstoffen wie Eisen beispielsweise stehen nur etwa 10-15 % von dem, was in der Nahrung enthalten ist, tatsächlich zur Verfügung. Die Bioverfügbarkeit wird aber stets in den Aufnahmeempfehlungen berücksichtigt.

Blausäure

Blausäure (Cyanwasserstoff) ist eine flüchtige, wasserlösliche Flüssigkeit. Einige Pflanzen und daraus gewonnene Lebensmittel (vor allem Bittermandeln, Aprikosen- und Pfirsichkerne) enthalten von Natur aus hohe Konzentrationen an Blausäure-abspaltenden Verbindungen. Bei der Verdauung kann aus diesen ungiftigen Stoffen die giftige Blausäure freigesetzt werden. Dies führt unter anderem zu Vergiftungserscheinungen wie Atemnot, Pupillenerweiterung und Krämpfen, im schlimmsten Fall sogar zum Tod.  

BMI

Der Body-Mass-Index (BMI) ergibt sich aus der Division von Gewicht durch Körpergröße zum Quadrat. Von leichtem Übergewicht spricht man ab einem BMI größer 25, von schwerem Übergewicht (Adipositas) ab BMI 30.

Botanical preparation

Unter „Botanical preparation“ versteht man Pflanzenzubereitungen, die durch Pressen, Destillieren oder Fermentieren aus Botanicals gewonnen wurden.

Botanicals

Botanicals sind pflanzliche Materialien wie zerkleinerte Pflanzen, Algen und Pilze.

Chitosan

Chitosan (Polyglucosamin) stammt aus dem Griechischen und bedeutet Hülle oder Panzer. Chemisch gesehen ist es ein Polyaminosaccharid und wird auch als Polyglucosamin bezeichnet. Es wird aus Chitin gewonnen; Hauptquelle sind die Schalen von Garnelen und Krabben.

Cholesterinwerte

Unter „Cholesterinwerten“ versteht man den Gesamtcholesterin-Wert im Blut, ohne Aufteilung in das "gute" HDL-Cholesterin und das "schlechte" LDL-Cholesterin. Ab wann der Cholesterinspiegel gesenkt werden sollte, entscheidet der Arzt.

CLA-Fettsäuren

CLA-Fettsäuren (konjugierte Linolsäuren, konjugierte Octadecadiensäuren) stellen eine Gruppe mehrfach ungesättigter Fettsäuren dar, die Isomere der Linolsäure (cis-9, cis-12-Octadecadiensäure) sind. CLA werden als Stoffwechselprodukt der Linolsäure im Pansen von Wiederkäuern und im Euter gebildet. Somit sind Wiederkäuerfleisch (Rind, Lamm) sowie Milch und Milchprodukte die Hauptquellen der CLA in der menschlichen Ernährung.

Coenzyme

Coenzyme  sind an bestimmten Stoffwechselreaktionen im Körper beteiligt und werden dabei selbst chemisch verändert und später wieder regeneriert.

DGE-Empfehlung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat zusammen mit Österreich und der Schweiz die sogenannten D-A-CH-Referenzwerte herausgegeben. Hierbei handelt es sich meist um Empfehlungen für die tägliche Zufuhr von Nährstoffen mit der Nahrung. In einigen Fällen sind es lediglich Schätzwerte. Alle Zahlen sind wissenschaftlich abgeleitet und enthalten zusätzliche Sicherheitszuschläge. Werden diese Empfehlungen nicht erreicht, bedeutet das daher nicht automatisch eine Unterversorgung oder gar einen Mangel.

DMAA

DMAA, auch Dimethylamylamin, Methylhexanamin, 1,3- Dimethylhexanamin oder Dimethylpentylamine genannt, ist eine Substanz mit Amphetamin-ähnlichen Effekten. Sie wirkt anregend auf das Nervensystem, ähnlich wie Koffein, gefäßverengend und damit blutdrucksteigernd.

DMBA

DMBA, auch 1,3-Dimethylbutylamin genannt, ist eine synthetische Substanz, der eine stimulierende Wirkung zugeschrieben wird, ähnlich dem strukturell verwandten 1,3-Dimethylamylamin (DMAA).

Eiweiß

Eiweiß (Protein) ist einer der drei Hauptnährstoffe. Es liefert 4 kcal pro Gramm. Eiweiße bestehen aus Aminosäuren. Essentielle Aminosäuren kann der Körper nicht selber bilden, er muss sie mit der Nahrung aufnehmen.

Emulgatoren

Emulgatoren sind Lebensmittelzusatzstoffe, die dazu dienen, zwei nicht miteinander mischbare Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Öl und Wasser, zu einem fein verteilten Gemisch, der sogenannten Emulsion, zu vermengen und zu stabilisieren.

Enzyme

Enzyme sind Stoffe, die aus biologischen Riesenmolekülen bestehen und als Katalysatoren eine chemische Reaktion beschleunigen können. Fast alle Enzyme sind Proteine (Eiweiße). Sie haben wichtige Funktionen im Stoffwechsel von Organismen und steuern dort den überwiegenden Teil biochemischer Reaktionen, z. B. bei der Verdauung.

Essentielle Aminosäuren

Die acht Aminosäuren Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin sind für den erwachsenen Menschen unentbehrlich. Sie werden als essentielle Aminosäuren bezeichnet. Der Körper kann sie nicht selbst bilden. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden.

Essentielle Fettsäuren

Essentielle Fettsäuren sind Fettsäuren, die der Organismus dringend benötigt, aber nicht selbst herstellen kann. Dazu gehören primär nur die beiden ungesättigten Fettsäuren α-Linolensäure und Linolsäure.

Extrakt

Unter einem „Extrakt“ versteht man im Zusammenhang mit Nahrungsergänzungsmitteln einen nicht standardisierten Auszug bzw. Lösung eines oder mehrerer Wirkstoffe aus einem Lebensmittel. Dies ist nicht zu verwechseln mit dem Drogenextrakt bei Arzneimitteln.

Fett

Fett ist einer der drei Hauptnährstoffe. Er liefert 9 kcal pro Gramm. Wichtig für den Körper sind die essentiellen Fettsäuren (s.o.).

Fettlösliche Vitamine

Zu den fettlöslichen Vitaminen zählen Vitamin A, D, E und K.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen. Sie haben eine antioxidative Wirkung. Bei höherer Flavonoidaufnahme zeigten epidemiologische Studien ein geringeres Risiko für verschiedene Krankheiten, darunter etwa Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Freie Radikale

Radikale, etwa reaktive Sauerstoffspezies (ROS), spielen bei einer Vielzahl biologischer Prozesse eine wichtige Rolle. Der Schutz vor der Wirkung der Radikale ist lebensnotwendig, der Körper besitzt deshalb wirksame Abwehr- und Reparaturmechanismen in Form von Enzymen, Hormonen o.a. Substanzen.Sie können aber auch Zellschäden hervorrufen.

Fruktose

Fruktose (auch Fructose oder Fruchtzucker) ist ein Einfachzucker und zusammen mit Traubenzucker Bestandteil des normalen Haushaltszuckers (Saccharose).

Gicht

Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der es zur Auskristallisierung von Harnsäure in Gelenken und Geweben kommt. Risikofaktoren sind unter anderem Übergewicht, hoher Fleischkonsum und Alkoholmissbrauch.

Glucomannan

Glucomannan wird aus der Wurzel des asiatischen Aronstab­gewächses Konjak (lat. Amorphophallus konjac) gewonnen. Es ist ein wasserlöslicher Ballaststoff, bindet viel Wasser und quillt zu einem festen Gel auf. In Asien wird Glucom­annan wie Stärke zur Herstellung von gelee­artigen Nach­speisen oder Glasnudeln einge­setzt. Auch bei uns ist es als Verdickungs- und Gelier­mittel zugelassen und trägt die Zusatz­stoff­nummer E 425.

Glucosamin

Glucosamin ist ein Aminozucker (ein veränderter Einfachzucker), der im menschlichen Körper natürlich vorkommt. Er ist Bestandteil des Bindegewebes, des Knorpels und der Gelenkflüssigkeit.

Glukose

Glukose (auch Glucose oder Traubenzucker) ist ein Einfachzucker und zusammen mit Fruchtzucker Bestandteil des normalen Haushaltszuckers (Saccharose). Glucose ist im Stoffwechsel eine Hauptenergiequelle. Er kann im Körper als Glykogen gespeichert werden.

Glykämische Last

Die glykämische Last ist das Produkt aus dem Glykämischen Index und der Menge an Kohlenhydraten.

Glykämischer Index

Der glykämische Index (GI) - der zusammen mit der glykämischen Last (GL) betrachtet werden muss - stellt ein Maß dar, wie ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel wirkt.

Glykogen

Glykogen (auch Glycogen) ist ein verzweigtes Polysaccharid (Vielfachzucker), das aus Glukose-Einheiten aufgebaut ist. Glykogen dient der kurz- bis mittelfristigen Speicherung und Bereitstellung des Energieträgers Glukose im menschlichen und tierischen Organismus. Auch Pilze verwenden diese Form der Energiespeicherung, während Pflanzen Stärke als Kohlenhydratspeicher benutzen.

Guarana

Guaraná (Paullinia cupana) ist eine Lianenart aus der Familie der Seifenbaumgewächse. Sie ist im Amazonasbecken beheimatet. Ihre Samen enthalten Koffein. Der hohe Anteil an Gerbstoffen von etwa 25 Prozent verzögert und verlängert die Wirkung des enthaltenen Koffeins.

HACCP

HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points) ist ein Konzept, welches der Gefahrenanalyse kritischer Lenkungspunkte dient. Wurde für den Umgang mit Lebensmitteln im Produktionsbereich entwickelt.

Health Claims

Health Claims sind Werbeaussagen, die den besonderen gesundheitlichen Nutzen von Lebensmitteln hervorheben. Diese sind in der EU zulassungspflichtig.

Herzglykoside

Unter „Herzglykoside“ werden pflanzliche Wirkstoffe verstanden, die die Schlagkraft des Herzens steigern können und die Senkung der Herzfrequenz bewirken. Sie werden zur Behandlung von Herzinsuffizienz eingesetzt.

Homocystein

Homocystein ist eine nicht-proteinbildende Aminosäure. Erhöhte Homocysteinspiegel gelten u.a. als Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Humanstudien

In Humanstudien (auch In vivo-Studien) wird an mindestens zwei Kontrollgruppen geprüft, zu welchem Ergebnis eine Intervention, d. h. eine Einflussnahme, führt.

Immunsystem

Das Immunsystem ist das biologische Abwehrsystem von Lebewesen, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Es entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören.

Insulin

Insulin ist ein wichtiges Hormon, das unter anderem dafür verantwortlich ist, den Blutzuckerspiegel im Organismus zu senken.

Inverkehrbringen

Unter „Inverkehrbringen“ versteht man das Bereithalten von Lebensmitteln für Verkaufszwecke einschließlich des Anbietens zum Verkauf oder jeder anderen Form der Weitergabe, gleichgültig, ob unentgeltlich oder nicht, sowie den Verkauf, den Vertrieb oder andere Formen der Weitergabe selbst.

Katalysator

Ein Katalysator ist ein Stoff, der eine chemische Reaktion herbeiführt oder beeinflusst, dabei aber selbst unverändert bleibt.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate gehören zu den drei Hauptnährstoffen. Sie liefern 4 kcal pro Gramm. Es gibt Einfach- und Mehrfachzucker. Zu letzteren gehören z. B. die Stärke als wichtiger Energielieferant und die Vielfachzucker (Polysaccharide), die für den Menschen teilweise unverdaulich sind. Sie haben aber als Ballaststoffe eine wichtige Funktion im Körper.

Kurzdarmsyndrom

Das Kurzdarmsyndrom meint ein klinisches Krankheitsbild, bei dem Teile des Dünndarms nicht mehr vorhanden sind. Das hat unter anderem eine gestörte Nährstoffaufnahme zur Folge.

Makronährstoff

Zu den Makronährstoffen zählen Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett und Wasser und Ballaststoffe.

Maltodextrin

Maltodextrin ist ein wasserlösliches Kohlenhydratgemisch, aus Stärke hergestellt, kaum süß und beinahe geschmacksneutral. Es wird sowohl als Energieträger als auch als Lebensmittelzusatzstoff verwendet, als Stabilisator, Füllstoff oder Konservierungsmittel.

Medizinprodukt

Medizinprodukte sind Produkte mit medizinischer Zweckbestimmung, deren Hauptwirkung primär auf physikalischen Weg erreicht wird.

Melanin

Melanin umfasst rote, schwarze oder braune Farbpigmente, die für die Färbung von Haut, Haaren und Augen verantwortlich sind.

Mengenelemente

Mengenelemente sind Mineralstoffe, die im Körper in größeren Mengen (mehr als 50 mg pro kg Körpergewicht) vorkommen. Beispiele sind Calcium, Kalium, Magnesium, Natrium oder Schwefel.

Mikronährstoff

Zu Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Mineralstoff

Mineralstoffe sind lebensnotwendige anorganische Nährstoffe, welche der Organismus nicht selbst herstellen kann; sie müssen ihm mit der Nahrung zugeführt werden. Sie werden in Mengenelemente und Spurenelemente unterteilt.

Nährstoffbezugswert

Ein Nährstoffbezugswert ist die Referenzmenge für die tägliche Zufuhr eines Nährstoffs. Er ist geregelt in der Lebensmittelinformationsverordnung.

Nährwertprofil

Das Bundesinstitut für Risikobewertung definiert Nährwertprofile so: Dies "sind Anforderungen an ein Lebensmittel. Danach darf ein bestimmter Gehalt von Nährstoffen (zum Beispiel Salz, Zucker, gesättigte Fettsäuren, Alkohol) in einem Lebensmittel nicht über- bzw. unterschritten werden, wenn dieses Lebensmittel eine nährwert- oder gesundheitsbezogene Angabe tragen soll. Nährwertprofile sollen verhindern, dass ´ungesunde` Lebensmittel mit derartigen Aussagen beworben werden dürfen und damit den Anschein erwecken, sie hätten einen höheren Nährwert als es tatsächlich der Fall ist. Nährwertprofile richten sich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit und werden von der EU-Kommission festgelegt".

Neuartige Lebensmittel (Novel Food)

Neuartige Lebensmittel (Novel Food) bzw. neuartige Lebensmittelzutaten sind solche Lebensmittel, die vor dem 15. Mai 1997 in der Europäischen Gemeinschaft noch nicht in nennenswertem Umfang verzehrt wurden. Für diese muss bei der EU eine Zulassung mit einer Sicherheitsprüfung beantragt werden.

Nukleinsäuren

Nukleinsäuren sind aus sogenannten "Nukleotiden" aufgebaut. Ihr bekanntester Vertreter im menschlichen Organismus ist die Desoxyribonukleinsäure (DNS bzw. DANN), der Träger der Erbinformation.

Östrogene

Unter „Östrogenen“ werden die weiblichen Hormone wie Östron, Östradiol und Östriol verstanden. Sie sind an der Steuerung des Zyklus beteiligt und spielen in der Schwangerschaft eine wichtige Rolle. Produziert werden sie vor allem in den Eierstöcken, Plazenta und der Nebennierenrinde.

ORAC-Wert

ORAC steht für "Oxygen Radical Absorbance Capacity" und meint die Fähigkeit, Sauerstoffradikale abzufangen. Der Wert beschreibt lediglich eine chemische Eigenschaft und ist nicht auf die Reaktion im Körper übertragbar.

Osteoporose

Osteoporose ist eine Skeletterkrankung, bei der die Knochen an Dichte verlieren, was unter anderem Knochenbrüche zur Folge hat. Risikofaktoren sind unter anderem Rauchen, Untergewicht sowie Vitamin D- und Calciummangel.

Oxidativer Stress

Als oxidativen Stress bezeichnet man eine Stoffwechsellage, bei der das normale Maß an schädigenden Sauerstoffverbindungen in den Zellen überschritten ist. Die Schäden durch geringere Mengen solcher Verbindungen können von der Zelle selbst repariert werden.

Plasma

Plasma oder Blutplasma ist der flüssige Anteil des Blutes. Es dient als Transportmedium für Glukose, Lipide, Hormone, Stoffwechselprodukte, Kohlenstoffdioxid und Sauerstoff.

Polyphenole

Zusammen mit Phenolsäuren und Flavonoiden stellen Polyphenole eine Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe dar, die beispielsweise in Grünkohl, Obst und Gemüse, (Grün-)Tee, Kaffee, Trauben oder Vollkornweizen vorkommen. Sie gelten als gesundheitsförderlich.

Provitamin

Provitamine sind Vitaminvorstufen, aus denen im Körper unter bestimmten Voraussetzungen das eigentliche Vitamin gebildet werden kann. Bekanntestes Beispiel ist das Provitamin A oder auch Betacarotin. Aus diesem kann das wirksame Vitamin A gebildet werden. Weiter Provitamine sind das pflanzliche Ergosterin für das Ergocalciferol (Vitamin D2) oder auch Dexpanthenol für die Pantothensäure. 7-Dehydrocholesterol ist das Provitamin, aus welchem mittels Sonnenstrahlung in der Haut das eigentliche Vitamin D gebildet werden kann.

Proanthocyanidine (PAC)

Proanthocyanidine sind in Pflanzen natürlich vorkommende Stoffe, die zur Gruppe der Flavanole gehören und den übergeordneten Polyphenolen zuzuordnen sind. Viele pflanzliche Nahrungsmittel wie Tee, Kakao, Nüsse und Rotwein enthalten Proanthocyanidine.

Rachitis

Rachitis bezeichnet eine Knochenerkrankung bei Kindern, bei der die Knochen nicht genügend Mineralien einlagern. Dadurch kommt es zu Fehlstellungen, Verformungen und Wachstumsstörungen. Rachitis ist häufig Folge eines Vitamin D-Mangels.

Resorption

Resorption meint die Aufnahme von Stoffen aus der Nahrung während der Verdauung im Darm.

Sekundärer Pflanzenstoff

Zu sekundären Pflanzenstoffen zählt man u. a. Duft-, Geruchs-, Farb- und Insektenabwehrstoffe von Lebensmittelpflanzen, die auch im Körper beispielsweise antioxidativ wirksam sind. Empfehlungen zu benötigen Mengen fehlen aber bisher. Typische Beispiele sind Carotinoide, Anthocyane, Polyphenole, Phytoöstrogene, OPC, Sulfide oder Glucosinolate.

Semi-essentielle Aminosäuren

Die Aminosäuren Arginin, Cystein, Glutamin, Histidin sowie Tyrosin bezeichnet man als die bedingt unentbehrlichen oder semi-essentiellen. Der Körper kann sie zwar bilden, doch reicht diese Menge in bestimmten Situationen nicht aus, beispielsweise während des Wachstums oder bei schweren Verletzungen. Dann kann die Zufuhr über die Nahrung notwendig sein.

Spurenelemente

Spurenelemente sind Mineralstoffe, die im Körper nur in Spuren (weniger als 50 mg pro kg Körpergewicht) vorkommen. Beispiele sind Eisen, Fluor, Jod, Selen oder Mangan .

THC

Tetrahydrocannabinol (THC) ist der hauptsächlich rauschbewirkende Bestandteil der Hanfpflanze (Cannabis).

Typ-1-Diabetes

Typ-1-Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse vom körpereigenen Immunsystem zerstört werden und infolgedessen kein Insulin mehr produzieren. Betroffene müssen Insulin spritzen, sehr genau ihre Zuckerwerte kontrollieren und auf die Kohlenhydrat-Aufnahme achten.

Typ-2-Diabetes

Unter „Typ-2-Diabetes“ versteht man den sogenannten Alters-Diabetes, da er in der Regel erst bei Erwachsenen auftritt. Es handelt sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei  der ein erhöhter Zuckerspiegel im Blut vorliegt. Der Grund dafür ist eine Insulinresistenz. Bei dieser sprechen die Körperzellen schlechter auf Insulin an. Typ-2-Diabetes wird vor allem durch Übergewicht gefördert.

Vitamin

Vitamine sind organische Verbindungen, die der Körper für lebenswichtige Funktionen benötigt und selber nicht (ausreichend) herstellen kann.

Vitamin H

Vitamin H ist ein anderer Name für Biotin.

Vitamin B 7

Vitamin B 7 ist ein veralteter Name für Biotin.

Wasserlösliche Vitamine

Zu den wasserlöslichen Vitaminen zählen die B-Vitamine (B1, B2, B6, Pantothensäure, Niacin, Folat, B12 ) sowie Vitamin C.