Seit Jahren beobachten die Berater*innen der Verbraucherzentrale Sachsen die Maschen unseriöser Partnervermittlungen und dokumentieren die Erfahrungen der Betroffenen. Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale arbeiten vor allem in Mittel- und Ostdeutschland mehrere Unternehmen nach ähnlichen Methoden: Große Versprechen machen, Druck aufbauen und hohe Gebühren kassieren – immer auf Basis des Prinzips Hoffnung.

Andreas Eichhorst
Vorstand
„Solche Unternehmen nehmen in Kauf, dass Betroffene nicht nur finanziell geschädigt werden, sondern auch in eine psychische Notlage geraten, die ihre Einsamkeit verstärken kann.“
Mit der Gewinnabschöpfungs- und Unterlassungsklage hat sich die Verbraucherzentrale Sachsen klar gegen Geschäftspraktiken, die auf Täuschung und Profit statt auf Ehrlichkeit und Vertrauen basieren, positioniert. Der Aufruf zur Beteiligung an einer Sammelklage sollte Betroffenen helfen, ihr verlorenes Geld zurückerstattet zu bekommen.
Dating, aber richtig!
Neben der rechtlichen Durchsetzung setzt die Verbraucherzentrale Sachsen auch auf Aufklärung: Mit einer sachsenweiten Bildungsoffensive informierten die Berater*innen über unseriöse Partnervermittlungen, ihre Methoden und Risiken.
Zum medialen Auftakt am 18. Februar 2025 kamen zahlreiche Vertreter*innen regionaler und überregionaler Zeitungen, Radio- und Fernsehsender sowie zwei betroffene Verbraucher, die ihre Erfahrungen offen teilten. Die persönlichen Geschichten erzeugten große Aufmerksamkeit und rückten das Thema in den öffentlichen Fokus.
