Erzgebirgssparkasse: Jetzt der Musterklage anschließen!

Stand:
  1. Das Klageregister ist geöffnet. Sparer können sich noch der Musterfeststellungsklage gegen die Erzgebirgssparkasse noch anschließen und ihre Zinsansprücheeinfordern. Den Nachrechnungen der Verbraucherzentrale Sachsen zufolge handelt es sich im Durchschnitt um rund 6.000 Euro Nachzahlungsanspruch pro Vertrag.
  2. Der Verhandlungstermin der Musterfeststellungsklage gegen die Erzgebirgssparkasse ist der 09. September 2020 am Oberlandesgericht (OLG) Dresden.
  3. Die Eintragung ins Klageregister ist jederzeit kostenfrei auf der Webseite des Bundesamts für Justiz möglich.
  4. Zudem bietet die Verbraucherzentrale Sachsen zum Preis von 38,99 Euro mit Blick auf die Rechtssicherheit der Registrierung die Anmeldung ins Klageregister an.
  5. Betroffene Sparer, die sich nicht der Musterklage anschließen möchten, können dennoch ihre Zinsansprüche für Langzeitsparverträge berechnen lassen.
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Wer kann sich beteiligen?
Alle Kunden der Erzgebirgssparkasse, die einen Vertrag über das Langzeitsparprodukt „Prämiensparen flexibel“ abgeschlossen haben, in dem die Klauseln „Die Spareinlage wird variabel, z. Zt. mit ... % verzinst“ oder „Die Sparkasse zahlt neben dem jeweils gültigen Zinssatz, z.Zt. … % am Ende eines Kalender-/Sparjahres eine verzinsliche S-Prämie“ enthalten sind.

  • Verhandlungstermin vor dem OLG Dresden steht
    Am 9.9.2020 wird das OLG Dresden über die Musterfeststellungsklage entscheiden. Betroffenen Sparer der Erzgebirgssparkasse können sich noch bis zum 8.9.2020 um 23.59 Uhr im Register des Bundesamtes für Justiz zu der Klage anmelden.
     
  • 08. Juni 2020: Bisher haben sich über 1500 Sparer der Musterklage gegen die Erzgebirgssparkasse angeschlossen.
    Die Anmeldung im Klageregister ist bis einen Tag vor der Verhandlung möglich. Im Durchschnitt steht jedem Sparer eine Zinsnachzahlung von 6000 Euro zu. Im krassesten Fall geht es sogar um 43.000 Euro.
• 22. Oktober 2019: Verbraucherzentrale Sachsen reicht Musterfeststellungsklage gegen die Erzgebirgssparkasse ein.

Es ist die zweite Musterfeststellungsklage der Verbraucherzentrale Sachsen. Zuvor hatte sie bereits Klage gegen die Sparkasse Leipzig eingereicht.

Juni 2019: Nach Überprüfung der Sparverträgen steht fest: Verbrauchern stehen Zinsnachzahlungen zu! Sparkasse will nicht auf Einrede der Verjährung verzichten.
  • Im Zusammenhang mit den Kündigungen wandten sich hunderte betroffene Sparer an die Verbraucherschützer. Beim Blick in die Unterlagen und i.Z.m. rechnerischen Überprüfungen fiel zudem  immer wieder auf:  Auch die Zinsen wurden  zum Nachteil der Verbraucher berechnet. Auf ein Anschreiben der Verbraucherzentrale Sachsen bzgl. der Verjährung reagierte das Institut negativ.
Januar 2018: Die Erzgebirgssparkasse nimmt die Kündigung eines einzelnen, unbefristeten Prämiensparvertrags aufgrund einer außergerichtlichen Rechtsbesorgung der Verbraucherzentrale Sachsen zurück.
Oktober 2017: Die Verbraucherzentrale Sachsen versucht, die Kündigung der über tausend „Prämiensparen flexibel“-Verträge zu verhindern.
  • Im Oktober hat die Verbraucherzentrale Sachsen in Gesprächen mit dem Vorstand der Erzgebirgssparkasse alles versucht, um auch für die gekündigten Prämiensparer dieses Hauses ein ähnliches, zusätzliches Alternativangebot auszuhandeln, wie für die gleichermaßen betroffenen Kunden der Sparkassen Leipzig, Meißen und Muldental. Doch die Erzgebirgssparkasse möchte ihren Kunden kein risikofreies Produkt mit überschaubarer Laufzeit bis Ende 2018 und mit einem Festzins, der in etwa der aktuellen Rendite des Prämiensparens entspricht, anbieten.
September 2017: Die Erzgebirgssparkasse kündigt Prämiensparverträge.

Die Verbraucherzentrale Sachsen hält die Kündigung für rechtswidrig. Und auch die Sparer sind verärgert und verleihen dem Kreditinstitut den Negativpreis Prellbock 2017 der Verbraucherzentrale Sachsen.