Heiß, heißer, Hitzewelle

Pressemitteilung vom 26. Juni 2026

Sachsen erlebt eine Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40 Grad. Die Verbraucherzentrale Sachsen erklärt, wie Sie den Körper jetzt mit ausreichend Flüssigkeit und leichten Mahlzeiten unterstützen. Außerdem: Warum Kinder und ältere Menschen bei Hitze besonders geschützt werden sollten.

Verbraucherzentrale gibt Tipps, was jetzt auf den Teller und ins Glas kommt

Sachsen schwitzt. Bis zu 36 Grad zeigt das Thermometer derzeit in Teilen des Freistaats – der Deutsche Wetterdienst hat bereits Hitzewarnungen ausgegeben. Wer jetzt klug isst und trinkt, kommt deutlich besser durch die heiße Jahreszeit. 

Das Wichtigste: viel Trinken!

Bei großer Hitze verliert der Körper bis zu drei Liter Schweiß pro Tag – zusammen mit wichtigen Mineralstoffen. Schon ab zwei Prozent Wasserverlust des Körpergewichts drohen Kopfschmerzen, Schwindel und Erschöpfung. Die Faustregel: alle ein bis zwei Stunden ein Glas Wasser trinken, auch ohne Durst. Leitungswasser mit Zitrone oder Minze, Schorlen (1 Teil Saft, 3 Teile Wasser) und abgekühlte Kräutertees sind ideal. Bei starkem Schwitzen hilft natriumreiches Mineralwasser. Wenig geeignet sind Alkohol und Energydrinks, denn sie verschlimmern den Flüssigkeitsverlust.

„Viele Menschen trinken erst, wenn sie Durst verspüren – das ist bei großer Hitze oft zu spät. Wer regelmäßig kleine Mengen trinkt, entlastet den Körper und bleibt leistungsfähiger“, erklärt Verena Müller, Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale Sachsen.

Was jetzt auf dem Teller landet

Üppige Mahlzeiten erzeugen beim Verdauen Körperwärme, was man an heißen Tagen gar nicht gebrauchen kann. Besser ist es, mehrere kleine, pflanzenbasierte Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Wasserreiches Gemüse wie Gurken, Tomaten, Zucchini und Radieschen liefern nebenbei Flüssigkeit. Kalte Suppen (Gazpacho), bunte Salate, Obst-Smoothies oder Joghurt mit Früchten machen satt, ohne zu belasten. Scharfe Gewürze wie Chili sollten lieber weggelassen werden, denn sie heizen zusätzlich ein. Sanftes Nachwürzen mit Salz ist dagegen durchaus erwünscht, denn es hilft, die Salzverluste durch das Schwitzen auszugleichen.

„Leichte, frische Speisen mit viel Gemüse und Obst versorgen den Körper nicht nur mit Flüssigkeit, sondern auch mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Das macht sie zur idealen Wahl an heißen Tagen“, so Müller.

Besondere Vorsicht bei Kindern und älteren Menschen

Ältere Menschen schwitzen weniger und spüren Durst oft gar nicht mehr. Kinder sind beim Spielen oft zu abgelenkt, um rechtzeitig zu trinken. Eltern und Pflegepersonen sollten aktiv ans Trinken erinnern und stets Getränke bereitstellen, auch wenn nichts eingefordert wird.

Die 5 wichtigsten Hitze-Tipps:

  • Alle 1-2 Stunden ein Glas Wasser trinken – auch ohne Durst
  • Bei Schweißverlust Salz nicht vergessen: natriumreiches Mineralwasser oder sanft nachsalzen
  • Kleine, leichte Mahlzeiten statt üppiger Hauptspeisen
  • Viel wasserreiches Gemüse und Obst essen
  • Alkohol und Energydrinks meiden

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.