Wie Mehrfamilienhäuser von Photovoltaik profitieren

Pressemitteilung vom 14. Juli 2026

Die neue Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (gGV) erleichtert den Einsatz von Photovoltaik in Mehrfamilienhäusern erheblich. Beim kostenlosen Infoabend am 20. Juli erfahren Eigentümer*innen, WEG-Verwalter*innen und Vermietende, wie sich das Modell wirtschaftlich und rechtssicher umsetzen lässt.

Photovoltaik galt in Mehrfamilienhäusern lange als zu aufwändig und bürokratisch. Das hat sich geändert: Mit der Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (gGV) gibt es seit Mai 2024 ein Modell, das Solarstrom auch für vermietete Gebäude wirtschaftlich und rechtlich handhabbar macht. Die Verbraucherzentrale Sachsen und der Verein für öko-logisches Bauen Leipzig informieren im Umweltinformationszentrum (UiZ) über die Möglichkeiten und die Umsetzung des Modells.

Neues Gesetz, neue Chancen

Jahrelang scheiterten Solarprojekte in Mehrfamilienhäusern an ähnlichen Hürden: Wer Mieterstrom anbot, wurde schnell zum Energieversorgungsunternehmen – mit entsprechenden Pflichten. Hinzu kamen aufwändige Messkonzepte mit teuren Summenzählern sowie komplexe Abrechnungsmodelle.
Mit dem Solarpaket I hat sich diese Situation grundlegend verändert. Die neu eingeführte Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung ermöglicht es, selbst erzeugten Solarstrom direkt an die Bewohner*innen eines Gebäudes weiterzugeben – ohne Vollversorgungspflicht und ohne die umfassenden Pflichten eines klassischen Stromlieferanten.

Langfristig Stromkosten senken

„Auf deutschen Mehrfamilienhäusern schlummert ein großes ungenutztes Solarpotenzial“, erklärt Denis Schneiderheinze, Energiereferent der Verbraucherzentrale Sachsen. „Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind inzwischen so gestaltet, dass sich entsprechende Projekte sowohl für Eigentümer*innen als auch für Mieter*innen lohnen können. Wer jetzt handelt, kann sich einen Vorteil sichern und langfristig Stromkosten senken.“

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen:

  • Vor- und Nachteile von Modellen der Solarstromnutzung im Mehrfamilienhaus (darunter Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (gGV) sowie klassischer Mieterstrom)
  • Technische Voraussetzungen für Photovoltaikanlagen
  • Kosten- und Ertragsmodelle
  • Schritte zur praktischen Umsetzung
     

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Hausverwaltungen, Wohnungseigentümergemeinschaften und Wohnungsgenossenschaften sowie an alle Vermietenden, die den Einsatz einer Photovoltaikanlage auf ihrem Gebäude prüfen möchten.
 

  • Wann: Montag, 20. Juli 2026 | 17 bis 18:30 Uhr 
  • Wo: Umweltinformationszentrum der Stadt Leipzig (UiZ), 
    Prager Str. 118–136, Haus A.II. 
  • Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Plätze begrenzt sind, wird um vorherige Anmeldung gebeten. 

Info: Der Veranstaltungsort ist ebenerdig und mit dem Rollstuhl erreichbar.
 

Informationen zu Photovoltaik, Heizungstausch, Dämmung und Fördermöglichkeiten bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Termine sind online unter verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenfrei telefonisch unter 0800 809 802 400 erhältlich. Die Beratung erfolgt unabhängig und anbieterneutral.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.