Wärmepumpen-Boom hält an: Heiztechnikpreise stabilisieren sich

Pressemitteilung vom 01. Oktober 2026

Mehr Wärmepumpen, stabile Preise, aber große Unterschiede bei den Angeboten: Wer seine Heizung tauschen möchte, sollte genau hinschauen. Ein sorgfältiger Vergleich von Kosten und Leistungsumfang hilft, die passende Lösung zu finden.

Marktanteil von über 60 Prozent in 2026

Der Absatz von Wärmepumpen in Deutschland hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich angezogen. Nach Angaben der Absatzstatistik des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) wurden rund 40 Prozent mehr Wärmepumpen von Herstellern an Großhändler und Fachhandwerker verkauft als im Vorjahreszeitraum. Im 2. Quartal hatten Wärmepumpen sogar einen Marktanteil von über 60 Prozent.

Gleichzeitig haben sich die Preise für viele Heiztechniken nach Jahren deutlicher Anstiege weitgehend stabilisiert. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale ermittelte für das Jahr 2026 einen durchschnittlichen Preisanstieg von lediglich 2,7 Prozent über 21 untersuchte Heiztechniken hinweg. Bei der besonders verbreiteten Luft-Wasser-Wärmepumpe blieb der durchschnittliche Anschaffungspreis mit rund 36.000 Euro sogar unverändert gegenüber dem Vorjahr.

„Die stark gestiegene Nachfrage zeigt, dass sehr viele Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer die Wärmepumpe inzwischen als zukunftsfähigste Heizlösung betrachten. Gleichzeitig sorgt die Stabilisierung der Heiztechnikpreise für mehr Planungssicherheit bei Investitionsentscheidungen“, sagt Denis Schneiderheinze, Energiereferent der Verbraucherzentrale Sachsen. Hinzu kommt die Klarheit beim abschmelzenden Bundesförderprogramm zum Heizungstausch und das in Kraft getretene Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG).

Bis zu 250 Prozent Preisunterschied

Dennoch sollten Verbraucherinnen und Verbraucher Angebote sorgfältig prüfen. Auswertungen der Energieberatung der Verbraucherzentrale von mehr als 2.000 Wärmepumpenangeboten zeigen erhebliche Unterschiede bei Preisen und Leistungsumfang. Für vergleichbare Wärmepumpen lagen Preisabweichungen teilweise bei bis zu 250 Prozent. Besonders wichtig: Eine korrekte Heizlastberechnung. Außerdem sollte das Angebot sämtliche für den Einbau erforderlichen Leistungen vollständig aufführen.

Erst vergleichen, dann entscheiden

Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb, mehrere Angebote einzuholen und unabhängig bewerten zu lassen, um Preis und Leistungsumfang besser einordnen zu können. Verbraucherinnen und Verbraucher können dazu den kostenlosen Wärmepumpenangebotsvergleich der Verbraucherzentralen nutzen: www.verbraucherzentrale-sachsen.de/energie/waermepumpe

Wer den Austausch seiner Heizung plant, kann sich bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale außerdem über die Eignung verschiedener Heiztechniken, Fördermöglichkeiten und die Bewertung von Handwerkerangeboten informieren. So lassen sich Fehlentscheidungen vermeiden und Investitionen langfristig absichern.

Die Beratung findet online, telefonisch, per Video oder persönlich statt – anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter unserer bundesweit kostenfreien Hotline 0800 809 802 400 sowie in unseren Vorträgen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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