Studienstart: Fünf Dinge, auf die Studierende achten sollten
Zusage da, Wohnung gefunden, Umzug organisiert: Das Wintersemester kann kommen. Doch mit dem Auszug von zu Hause warten auch jede Menge Fragen rund um Geld und Verträge. Die Verbraucherzentrale Sachsen gibt ein paar einfache Orientierungshilfen für den Start in die Selbstständigkeit an die Hand.

1. Krankenversicherung klären
Zu Beginn des Studiums sollte geklärt werden, wie die Krankenversicherung geregelt ist. Ob eine beitragsfreie Familienversicherung weiterhin möglich ist oder eine eigene Versicherung benötigt wird, hängt unter anderem vom Alter und der persönlichen Situation ab. Bei einer gesetzlichen Krankenversicherung lohnt sich außerdem ein Vergleich der Krankenkassen. „Studierende können hier unkompliziert wechseln, sind dann in der Regel aber erst einmal zwölf Monate an die neue Kasse gebunden“, erklärt Franziska Geißler, Referentin für Verbraucherberatung.
2. Nur notwendige Versicherungen abschließen
Eine private Haftpflichtversicherung ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, kann aber vor hohen finanziellen Forderungen schützen. Viele weitere Versicherungen sind dagegen nicht notwendig. „Gerade am Anfang ist es nicht leicht einzuschätzen, was man wirklich braucht. Wer sich vor dem Abschluss informiert, kann unnötige Ausgaben vermeiden“, sagt Franziska Geißler.
3. Studienfinanzierung vergleichen
Ob BAföG, Stipendium, Nebenjob oder Studienkredit: Für die Finanzierung des Studiums gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sich hinsichtlich Voraussetzungen, Kosten und Rückzahlung deutlich unterscheiden. Vor allem bei Krediten lohnt sich ein genauer Vergleich, bevor eine verbindliche Entscheidung getroffen wird.
4. Nebenkosten nicht unterschätzen
Neben der Miete fallen weitere Kosten an, etwa für Heizung, Warmwasser und andere Betriebskosten. Die monatlichen Vorauszahlungen werden in der Regel einmal jährlich abgerechnet. Je nach Verbrauch und Höhe der Vorauszahlungen kann eine Nachzahlung fällig werden. Wer die eigenen Energie- und Wohnkosten im Blick behält und regelmäßig etwas Geld zurücklegt, kann finanzielle Engpässe vermeiden.
5. Bei (Online-)Verträgen und im Netz genau hinschauen
Mietvertrag, Bankkonto und Co.: Unbedacht unterschrieben, können Verträge schnell teuer werden. Auch im Internet lauern Risiken, beispielsweise durch Phishing, gefälschte Online-Shops oder ungewollte Abonnements. Gerade wer zum ersten Mal selbst Verträge abschließt, wird dabei leicht zur Zielscheibe. „Verträge sollten nicht unter Zeitdruck abgeschlossen werden. Es lohnt sich, die Bedingungen in Ruhe zu lesen und bei Unsicherheiten nachzufragen“, rät Franziska Geißler.
Beratung für Studierende zum vergünstigten Preis
Studierende erhalten gegen Nachweis rund 40 Prozent Rabatt auf die Beratungsangebote der Verbraucherzentrale Sachsen. Ausgenommen sind die Mietrechtsberatung und anwaltliche Spezialberatungen. Beratungstermine lassen sich bequem online oder telefonisch unter 0341 696 2929 vereinbaren.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.