Neubau clever planen

Pressemitteilung vom
Durchdachte Ausrichtung und kluger Grundriss senken im Neubau dauerhaft Heizkosten. Südfenster nutzen solare Gewinne im Winter, während Verschattung Überhitzung im Sommer verhindert. Auch die Raumaufteilung trägt zur Energieeffizienz bei – entscheidend ist die frühzeitige Planung.
Mann mit Kind blickt auf Photovoltaikanlage auf dem Dach des Eigenheims
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Wie Grundriss und Ausrichtung Heizkosten senken

Eine kluge Gebäudeausrichtung und Raumplanung ermöglicht es, solare Gewinne gezielt zu nutzen und den Energiebedarf dauerhaft zu senken.

Trifft Sonnenlicht auf Fensterflächen, erwärmen sich Innenräume ganz ohne Technik. „Richtig geplant, leistet die Sonne besonders in der Übergangszeit und an sonnigen Wintertagen einen spürbaren Beitrag zur Raumheizung ", erklärt Denis Schneiderheinze, Energiereferent der Verbraucherzentrale Sachsen.

Südfenster mit Augenmaß

Durchdachte Fensterflächen nach Süden sind ein zentrales Element energieeffizienten Bauens. Sie lassen im Winter tief stehende Sonne tief ins Gebäude eindringen und liefern so kostenlose Wärme genau dann, wenn sie gebraucht wird. In der Übergangszeit – an einem sonnigen März- oder Oktobertag – kann das den Heizbedarf spürbar reduzieren.

Damit das Konzept aufgeht, braucht es allerdings eine gute Planung. Zu viel Glasfläche ohne Verschattung führt im Sommer schnell zur Überhitzung und in der Winternacht gehen über schlecht verglaste Flächen mehr Wärme verloren, als tagsüber gewonnen wurde. Doch beides lässt sich mit den richtigen Maßnahmen vermeiden: Außenliegende Verschattungssysteme oder ein ausreichender Dachüberstand halten die Sommersonne draußen, ohne den Wintergewinn zu beeinträchtigen. Hochwertige Dreifachverglasung minimiert die nächtlichen Verluste.

Intelligente Raumplanung

Auch die Anordnung der Räume zählt: Wohn- und Kinderzimmer profitieren von einer Südausrichtung, während Flure, Abstellräume und Treppenhäuser auf der Nordseite besser aufgehoben sind. „Ein durchdachter Grundriss kann den Heizenergiebedarf messbar reduzieren und sorgt auch für eine höhere Wohnqualität", so Schneiderheinze.
Solare Gewinne ersetzen zwar keine effiziente Gebäudetechnik, ergänzen sie aber wirkungsvoll. Besonders bei Wärmepumpen mit niedrigen Vorlauftemperaturen wirken sich zusätzliche Wärmeeinträge durch die Sonne positiv aus.

Frühzeitig planen

Die Weichen für optimale Gewinne aus Solarenergie lassen sich nur in der frühen Planungsphase stellen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale begleitet Bauinteressierte von der Gebäudeausrichtung über den Hitzeschutz bis zur Heiztechnik.

Die wichtigsten Tipps auf einen Blick

  1. Südausrichtung nutzen: Hauptfensterflächen nach Süden ausrichten, um Sonnenwärme passiv ins Gebäude zu holen
  2. Maß halten bei Glas: Zu viel Südfensterfläche führt zu Überhitzung im Sommer und höheren Verlusten im Winter; Verglasungsqualität und Verschattung (Dachüberstand, Außenjalousien) einplanen
  3. Grundriss nach Himmelsrichtung: Aufenthaltsräume nach Süden, Nebenräume (Flur, Abstellraum, Treppenhaus) nach Norden
  4. In der Planungsphase entscheiden: Nachträgliche Korrekturen sind kaum möglich; Ausrichtung und Grundriss so früh wie möglich mit einer Energieberatung abstimmen

Wer sich darüber hinaus rund um erneuerbare Energien, Stromsparen und praktische Lösungen für den eigenen Haushalt informieren möchte, hat dazu bald Gelegenheit: Im Rahmen der Sächsischen Energietage 2026 präsentiert sich die Verbraucherzentrale Sachsen am 26. April von 10 bis 16 Uhr zur feierlichen Eröffnung in Dresden mit vielfältigen Energie-Workshops, Vorträgen, Aktionen und Informationen für die ganze Familie.

Weitere Details zur Veranstaltung gibt es hier: www.verbraucherzentrale-sachsen.de/energie/eroeffnung-saechsische-energietage-2026-ein-erlebnis-fuer-die-ganze-familie-105048

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Projektsignet der Energieberatung mit Förderhinweis des BMWE