Über das Projekt Simplications
Smarte Technik sammelt Daten – oft unbemerkt. Die Ergebnisse aus Simplications zeigen, was Sensordaten über den Alltag verraten können und welche Bedeutung das für Privatsphäre, Datenschutz und Zusammenleben hat. Daraus entstanden Materialien für Verbraucher*innen, Beratung und Bildung.
Simplications auf einen Blick
Projekttitel: Implikationen vermeintlich einfacher Sensordaten für Privatheit im Zuhause
Laufzeit: 1. Juni 2023 bis 31. Mai 2026
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Förderprogramm: Vernetzung und Sicherheit digitaler Systeme
Projektpartner: Technische Universität Chemnitz, Hochschule Anhalt, Verbraucherzentrale Sachsen e. V.
Koordination: Plattform Privatheit
Ansprechpartner: Jun.-Prof. Dr. Andreas Bischof
Forschung, Zusammenarbeit und Hintergründe
Forschung mit Verbraucher*innen: Privacy by Co-Design
Simplications verfolgte einen partizipativen Ansatz. Verbraucher*innen wurden nicht nur als Zielgruppe betrachtet, sondern in die Erforschung und Reflexion smarter Sensordaten einbezogen.
Dieser Ansatz hilft, technische Fragen mit Alltagserfahrungen, Unsicherheiten und Schutzbedürfnissen der Menschen zu verbinden, die tatsächlich in vernetzten Wohnungen leben.
Das Projekt nennt diesen Ansatz „Privacy by Co-Design“. Gemeint ist: Datenschutz und Privatheit sollen nicht erst nachträglich erklärt werden. Sie sollen gemeinsam mit denjenigen gestaltet werden, die von smarter Technik betroffen sind.
Damit ergänzt Simplications den etablierten Gedanken von „Privacy by Design“ um das Element der Beteiligung.
Projektpartner
Technische Universität Chemnitz: Die TU Chemnitz war an Forschung, Projektleitung und wissenschaftlicher Auswertung beteiligt. Sie brachte insbesondere Perspektiven aus Human-Computer Interaction, Technikgestaltung und partizipativer Forschung ein.
Hochschule Anhalt: Die Hochschule Anhalt war wissenschaftlicher Projektpartner und wirkte insbesondere an der Erforschung, Einordnung und Gestaltung von Ansätzen zu Sensordaten, Privatheit und Smart Home mit.
Verbraucherzentrale Sachsen e. V.: Die Verbraucherzentrale Sachsen brachte die Perspektive des Verbraucherschutzes, der Verbraucherbildung und des Transfers in die Praxis ein. Aus dieser Rolle heraus entstanden die Materialien für Verbraucher*innen, Beratung und Bildung.
KF Education: KF Education unterstützte die Entwicklung und Umsetzung der Transfermaterialien, insbesondere mit Blick auf Bildungsformate und die Aufbereitung für Zielgruppen und Multiplikator*innen.
Projektleitung
Das Projekt wurde wissenschaftlich geleitet von Jun.-Prof. Dr. Andreas Bischof und Dr. Albrecht Kurze von der Technischen Universität Chemnitz sowie Prof. Dr. Arne Berger von der Hochschule Anhalt.
Weitere Informationen zum Projektteam finden sich auf der Projektwebseite (tucmi.de)
Weiterführende Forschung und Publikationen
Die Forschungsergebnisse aus Simplications wurden in wissenschaftlichen Beiträgen, Tagungsbänden und Praxisformaten veröffentlicht.
Eine Auswahl:
- See the unseen: Datenspuren smarter Technik für Verbraucher:innen sichtbar machen
- Management von Sensordaten im Smarthome: Besonderheiten und Ansätze
- Usable Privacy im Sensor-Kit als Forschungswerkzeug für Smart-Home-Sensordaten
- Ich sehe das, was Du nicht siehst: Spuren einfacher Sensordaten im smarten Zuhause erleben und reflektieren
- Gar nicht so harmlos – Einfache Sensoren, schwierige Frage
- Beyond Cameras and Microphones: Mitigating Privacy Tensions in "Simple" Smart Home Sensors
Die vollständige Publikationsliste ist hier abrufbar (tucmi.de)
