Preissprung bei der Leipziger Fernwärme: Wir suchen Ihre Verträge und Abrechnungen
Viele Haushalte zahlen seit 2023 deutlich mehr für Heizung und Warmwasser. Die Verbraucherzentrale Sachsen prüft deshalb die Preisgestaltung der Leipziger Fernwärme. Um die Erfolgsaussichten einer Sammelklage bewerten zu können, bittet sie Betroffene um Unterstützung.
Darum geht es
- Rund ein Drittel der Leipziger*innen heizt mit Fernwärme. Anders als bei Strom oder Gas gibt es keine freie Anbieterwahl: Jedes Fernwärmenetz ist ein lokales Monopol.
- Wer angeschlossen ist, muss die Preise des Versorgers akzeptieren: Hinzukommen lange Vertragslaufzeiten von bis zu zehn Jahren.
- Die Preisbildung ist für die meisten Kund*innen eine Blackbox: komplizierte Formeln, uneinheitliche Begriffe, schwer prüfbare Anpassungsgründe.
- In Leipzig sind die Fernwärmepreise in den vergangenen Jahren massiv gestiegen.
- Deshalb prüfen wir, ob diese Preissteigerungen rechtmäßig waren und ob betroffene Verbraucher*innen ihre Ansprüche im Rahmen einer Sammelklage durchsetzen könnten.
Warum wir Ihre Unterlagen brauchen
Die Kosten für Fernwärme richten sich nach vertraglich vereinbarten Preisgleitklauseln. Ob diese rechtlich zulässig sind, lässt sich nur anhand der Originalunterlagen prüfen.
Deshalb suchen wir Fernwärmeverträge, Preisanpassungsschreiben und Jahresabrechnungen der vergangenen 5 bis 10 Jahre von Hauseigentümer*innen, Wohnungseigentümergemeinschaften und Vermieter*innen.
Je mehr Unterlagen vorliegen, desto fundierter fällt die rechtliche Bewertung aus.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.



